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Problem mit festgerosteten Drehstäben!

Verfasst: So 01.09.02 23:13
von Red Bull
Ein Bekannter von mir hat an seinem 106 XSI festgerostete Drehstäbe.


Er war beim Peugeot-Vertragshändler und wollte die Hinterachse an die Vorderachse im Hinblick auf die Tieferlegung angleichen lassen!


PROBLEM: Der Händler bekam es nicht hin die Drehstäbe zu lösen und zu verstellen!!! ANGEBOT: Eine komplett neue Achse!!!


Hat jemand mal ein ähnliches Problem gehabt und kennt da eine Patentlösung oder hat einen besseren Vorschlag als gleich die Ganze Achse auszutauschen?


mfG RED BULL

Patentlösung gibts keine, aber ein paar Tips

Verfasst: Mo 02.09.02 11:04
von Red Runner
Moin!


Also erster und wohl wichtigster Punkt: Beim 106 kannst Du (im Gegensatz zum 205) den Drehstab nicht nur rausziehen, sondern auch auf der anderen Seite draufschlagen. Dafür am besten ne Eisenstange mit -mindestens- 12mm (da man sonst das Gewinde zur Sau macht) ansetzen und draufhauen wie son Weltmeister. Wenn man diese Methode im Wechsel mit der Ausziehmethode anwendet, stehen die Chancen schonmal gut, zumindest einen Drehstab rauszubekommen.


Das Draufhauen kannst Du noch mit nem anderen Trick kombinieren: Auf der Seite, wo der Drehstab rausgezogen werden soll, kannst Du noch eine M8er Schraube reindrehen und mit einer großen Unterlegscheibe gegen den Achsschenkel abstützen, um den Drehstab schonmal vorzuspannen. Aber VORSICHT: Ein M8er Gewinde ist im Verhältnis der Kräfte, die da wirken nahezu lächerlich, also nicht versuchen, den Drehstab über diese Schraube rauszuziehen, sondern das nur als Unterstützung fürs Draufhauen auf der anderen Seite verwenden. Daher diese Schraube halt auch nur mit Gefühl reinschrauben und nicht so fest wie irgendwie möglich, denn wenn erstmal das Gewinde ausm Drehstab ausgerissen ist, wars das. Vorteil bei dieser Methode: Man hat eine direkte Rückmeldung, ob der Drehstabsich etwas geruckt hat, indem man zwischenzeitlich prüft, ob man die Schraube ohne erhöhten Kraftaufwand ein Stück weiter reindrehen kann.


Wenn man dann nach viel Rostlöser, Kriechöl und Kaffeepausen zumindest einen Drehstab raus hat, gibt es für den zweiten noch eine andere Möglichkeit. (Hinweis: Diese Methode habe ich selbst noch nicht angewendet und es besteht dabei wohl eine große Gefahr, die Nadellager der Hinterachse zu zerstören!!!). Man zieht den kompletten Achsschenkel, in dem der Drehstab noch festhängt raus, stellt ihn hochkant auf den Boden und haut mitm Vorschlaghammer auf den Drehstab.


Sollten die Drehstäbe sich wirklich gar nicht lösen lassen, ist meines Wissens nach aber trotzdem nicht gleich eine neue Achse fällig (auch diese Methode ist von mir noch nicht getestet worden): Achse komplett ausbauen und die beiden Drehstäbe mitm Schweißbrenner durchschneiden, nun kann man mitm Vorschlaghammer die Reste von innen her rausschlagen. Bei dieser Methode sind halt "nur" neue Drehstäbe fällig...


Alles in Allem, viel Geduld, tonnenweise Rostlöser/Kriechöl (bringt zwar nix, beruhigt aber das Gewissen :-))) und rohe Gewalt und die Dinger gehen irgendwann raus.


Greetz


RR





>Ein Bekannter von mir hat an seinem 106 XSI festgerostete Drehstäbe.


>Er war beim Peugeot-Vertragshändler und wollte die Hinterachse an die Vorderachse im Hinblick auf die Tieferlegung angleichen lassen!


>PROBLEM: Der Händler bekam es nicht hin die Drehstäbe zu lösen und zu verstellen!!! ANGEBOT: Eine komplett neue Achse!!!


>Hat jemand mal ein ähnliches Problem gehabt und kennt da eine Patentlösung oder hat einen besseren Vorschlag als gleich die Ganze Achse auszutauschen?


>mfG RED BULL

re: Patentlösung gibts keine, aber ein paar Tips

Verfasst: Mo 02.09.02 11:33
von 406 16V
Das mit der Rohen Gewalt kann ich nur beatätigen !!!!!!!!!!!!!!!!!!1


Hab vor kurzem bei einem 92' 405 Die Drehstäbe ausgebaut, alles in allem war das eine Arbeit für 3 Tage.


So long


und


VIEL Glück :)))))))))))))))

DANKE RR (o.t)

Verfasst: Mo 02.09.02 21:52
von Red Bull
kein Text