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re: Peugeot-Krankheit und @all

Verfasst: Sa 15.03.03 20:35
von Olinger
Hi all,


ich hatte vor 7 Jahren ein ähnliches (vielleicht sogar das gleiche???) Problem. Mein damalieges Fahrzeug war ein Pug 309 XRJ mit 104 PS und nachgerüstetem Kat. War der 1.6er XU Motor aus dem 205er GTI 1 drin.


Bei mir äußerte es sich ähnlich, sobald der Motor richtig warm war ging er einfach aus. Mir ist das sogar immer wieder auf der Autobahn passiert. Bin dann auf den Standstreifen gerollt, habe zwei Zigaretten geraucht und weiter ging's.


Meine Pug Werkstatt hat dann die Ansaugbrücke ausgebaut komplett gereinigt und nix war's. Dann haben sie die Drosselklappe nochmal einer intensiven Reinigung unterzogen, nix war's. Dann habe ich ihnen den Wagen für 3 Tage überlassen um das endlich zu finden. Am zweiten Tag riefen sie mich an und sagten mir, dass sie den Fehler gefunden hätten.


Es stellte sich heraus, dass alles an einem Teil von (umgerechnet) weniger als 2 € hing.


(Bin kein Schrauber, deshalb muß ich es so erklären *sorry*)


An einem Ende der Nockenwelle sitzt ein Kunststoff-Ring, dieser ist mit einer Kupferspule umwickelt. Diese Spule gibt an die Zündung die Signale wann gezündet werden soll. Soll garnicht gezündet werden gibt sie das Signal 0. Diese Spule war kaputt, d.h. die Wicklung war nicht mehr in Ordnung. Sobald sich jetzt der Motor erwärmte und dadurch die Spule, dehnte sie sich aus und gab sozusagen einen "Kurzen", also an die Zündung das Signal 0. Kühlte sich der Motor und somit die Spule wieder ab, zog sie sich wieder zusammen und alles war wieder okay. Das fatale daran: Die Spule dehnte sich nicht immer gleichmäßig aus. Also, mal ging es, mal nicht. Zog sie sich wieder zusammen war auch nichts mit dem Motortester zu finden, da sie ja korrekte Werte gab.


Die Schrauber in der Werkstatt hatten einfach Glück, dass sie es gefunden haben.


Also solltet ihr ähnliche Symptome haben laßt diese beknackte Spule durchmessen oder gleich sofort tauschen. Kostete damals ein Trinkgeld.


Grüße,


Olinger