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kann mir mal jemand weber vergaser erklären??
Verfasst: So 25.05.03 05:47
von Felix306
ich hab das noch nie so recht kapiert,in welchen autos kann man die denn einbauen?
höre immer leute vom Weber doppel Vergaser schwärmen,was das für ein sound ist und wieviel Leistung des bringt,aber ich hab echt noch nie verstanden ob das nur bei alten Autos geht oder auch bei neuen??
wo ist denn der unterschied zwischen Einspritzer und vergaser,damit hängts doch zusammen oder??
bitte klärt mich da mal auf!!!
danke gruß felix306
Crash Kurs...
Verfasst: So 25.05.03 10:22
von Löwe01
Grundsätzlich sind bei Vergasern keine Grenzen gesetzt.
Der wesentiche Unterschied zwischen Vergasern und der Einspritzung ist die Art der Gemischaufbereitung. Bei Vergasern erfolgt dies Mechanisch und bei einer Einspritzung elektronisch. (Automatische anpassung der Spritzufuhr an die Luftmasse und/oder Luftvolumen)
Vergaser einfach erklärt:
Stell Dir ein Stück Rohr vor in dem irgendwo in der Mitte ein Loch reingebohrt wurde. Durch dieses Loch hat man ein röhrchen geschoben mit einer winzigen Bohrung. Solange jetzt Luft durch das Rohr strömt saugt sie anhand des entstehenden Unterdrucks im kleinen Röhrchen den Sprit aus demselben. Je mehr Luft durchgeht, desto mehr wird auch mitgesaugt. Dazu kommt daß die Spritmenge durch einfachen Austausch der Vergasernadeln (das kleine Röhrchen) , bedeutet eine veränderung der Bohrung im Röhrchen, erfolgen kann. Der Vergaser besteht natürlich aus sehr viel mehr Teilen und ist ein wenig komplexer, aber das solte eine einfache Erklärung darstellen.
Anders die Einspritzung:
Die Einspritzung regelt sich selber auf das passende Gemisch.
Im Saugrohr sitzt ein Luftmassenmesser der die Daten des Luftstromes an das Motorsteuergerät weitergibt und die Spritmenge anpasst. Dieses verarbeitet die Motordaten und regelt das Gemisch auf Lambda 1 (1kg Luft zu 14,8kg Kraftstoff). So kann der Sprit effizienter eingesetzt und gespart werden, weil immer das passende Gemisch zur verfügung steht.
Beim Vergaser herrscht meistens Spritüberschuß.
Nicht zuletzt durch die sich jeden Tag verändernde Luftqualität.
Denn fahr mal auf einen hohen Berg. Folglich wird dort die Luft Dünner (weniger Sauerstoffanteile in der Luft,schlecht für die Verbrennung)
Die einspritzung erfasst die Sauerstoffanteile und passt die Spritmenge an, der Vergaser hingegen kann sich nur am Luftstrom orientieren.
Meistens wird auch der Vergaser im heimischen Rennsport eingesetzt weil er einfach leichter auf ein fettes Gemisch umzustellen ist als eine Einspritzung. JEdenfalls bräuchte man für die Einspritzung techn. Zubehör.
MFG JEns
re: Crash Kurs...
Verfasst: So 25.05.03 10:35
von Doppelwinkel
> Dieses verarbeitet die Motordaten und regelt das Gemisch auf Lambda 1 (1kg Luft zu 14,8kg Kraftstoff).
Grad andersherum auf 1kg Kraftstoff kommen 14,8 kg Luft - aber abgesehen davon schön erklärt... :-)
Grüßle Doppelwinkel
*loool* Geile Leistungsausbeute, was? *gggg* (o.t)
Verfasst: So 25.05.03 11:11
von Löwe01
kein Text
im prinzip schon ...
Verfasst: So 25.05.03 14:24
von Kris
... *klugscheiss an* nur in details nicht ganz richtig *klugscheiss aus* ;-)))
>Grundsätzlich sind bei Vergasern keine Grenzen gesetzt.
das kann ich z.b. nicht einordnen.
>Der wesentiche Unterschied zwischen Vergasern und der Einspritzung ist die Art der Gemischaufbereitung. Bei Vergasern erfolgt dies Mechanisch und bei einer Einspritzung elektronisch. (Automatische anpassung der Spritzufuhr an die Luftmasse und/oder Luftvolumen)
ein vergaser funktioniert so, dass der saugrohrunterdruck, den der motor beim ansaugen erzeugt, den sprit aus sehr feinen düsen raussaugt und dabei fein zerstäubt. der fahrer öffnet übers gaspedal eine/mehrere drosselklappen und regelt damit die luftmenge und somit die leistung des motors.
eine einspritzanlage arbeitet dagegen mit über- und nicht unterdruck, der sprit wird, wie der name schon sagt, eingespritzt.
>Vergaser einfach erklärt:
>Stell Dir ein Stück Rohr vor in dem irgendwo in der Mitte ein Loch reingebohrt wurde. Durch dieses Loch hat man ein röhrchen geschoben mit einer winzigen Bohrung. Solange jetzt Luft durch das Rohr strömt saugt sie anhand des entstehenden Unterdrucks im kleinen Röhrchen den Sprit aus demselben. Je mehr Luft durchgeht, desto mehr wird auch mitgesaugt. Dazu kommt daß die Spritmenge durch einfachen Austausch der Vergasernadeln (das kleine Röhrchen) , bedeutet eine veränderung der Bohrung im Röhrchen, erfolgen kann. Der Vergaser besteht natürlich aus sehr viel mehr Teilen und ist ein wenig komplexer, aber das solte eine einfache Erklärung darstellen.
>Anders die Einspritzung:
>Die Einspritzung regelt sich selber auf das passende Gemisch.
>Im Saugrohr sitzt ein Luftmassenmesser der die Daten des Luftstromes an das Motorsteuergerät weitergibt und die Spritmenge anpasst. Dieses verarbeitet die Motordaten und regelt das Gemisch auf Lambda 1 (1kg Luft zu 14,8kg Kraftstoff). So kann der Sprit effizienter eingesetzt und gespart werden, weil immer das passende Gemisch zur verfügung steht.
das ist so nicht ganz richtig. am anfang standen vollmechanische einspritzanlagen, die sehr ungenau sprit nach motordrehzahl und über druckregler nach dem gaspedal einspritzten und per ebenfalls mit dem gaspedal gesteuerten drosselklappe(n) die luft dazu gaben. die mechanische spica- oder kugelfischer funktioniert so.
diese systeme waren lange zeit bei einzeldrosselanlagen zu finden.
viel leistung und viel verbrauch.
dann gab es teilmechanische, die k-jetronic z.b., bei der die vom fahrer übers gaspedal gesteuerte grösse die spritmenge war, die dazu angesaugte luft jedoch über eine mechanische stauscheibe, die die angesaugte luft mehr oder minder aufdrückte, schon einen direkten einfluss auf den einspritzdruck hatte.
dieses system war z.t. sehr anfällig, da v.a. die mechanische stauscheibe probleme bereitete. zwei solche gekoppelte systeme waren meist uneinstellbar, z.b. beim ferrari 400, der pro zylinderreihe eine k-jetronic hatte. dieses auto war nie sauber zum laufen zu bewegen.
moderne systeme haben sich dann aus der L-jetronic entwickelt. hier wird wie beim vergaser über das gaspedal auf die drosseklappe die luftmenge gesteuert, ein sog. luftmengenmesser misst die angesaugte luftmenge in volumen und rechnet dazu die einspritzdauer der unter druck stehenden düsen aus. der einspritzdruck, der an den düsen anliegt wird zudem über den unterdruck im saugrohr nochmal dynamisch geregelt. dieses systeme waren weit verbreitet, zuverlässig, da ohne mechanische komponenten und hatten den grossen vorteil, dass erstmals über beeinflussung der luftmengen eine relativ einfache regelung des gemisches per rechner und per lambdasonde möglich wurden. die L-jetronic war der grundstein für moderne G-kat-systeme.
dann kamen immer neue systeme, die L-motronic macht alles wie die L-jetronic, rechnet zudem aber auch die bis dahin dynamisch-mechanische zündung mit ins programm ein, was verbrauchs und leistungsvorteile brachte.
später wurden der einspritzrhythmus, d.h. der einspritzvorgang findet dann genau zum zeitpunkt des geöffneten einlassventiles statt einfach jede motorumdrehung, egal ob das ventil auf oder zu ist, statt und die art luftmessung verändert. es wurde vom luftvolumen- zum luftmassenmesser umgerüstet, d.h. der massenmesser erkennt, wie dicht und sauerstoffreich die angesaugte luft ist und rechnet nicht wie bisher mit einfachen luftvolumen = x werten, egal wieviel sauerstoff im volumen x denn ist.
mittlerweile rechnen moderne systeme mit mehreren lambdasonden etc. hier wirds dann doch arg spezifisch ...
>Beim Vergaser herrscht meistens Spritüberschuß.
das eben nicht! das grosse problem der vergaser ist das abmagern des gemisches bei vollast, daher muss der vergaser mit beschleunigerpumpe und voll-lastanreicherung manipuliert werden, was halt dadurch das es mechanisch stattfindet sehr ungenau ist.
>Nicht zuletzt durch die sich jeden Tag verändernde Luftqualität.
>Denn fahr mal auf einen hohen Berg. Folglich wird dort die Luft Dünner (weniger Sauerstoffanteile in der Luft,schlecht für die Verbrennung)
dieses phänomen haben auch alle einspritzsysteme, die NICHT mit luftmassenmesser arbeiten.
>Die einspritzung erfasst die Sauerstoffanteile und passt die Spritmenge an, der Vergaser hingegen kann sich nur am Luftstrom orientieren.
>Meistens wird auch der Vergaser im heimischen Rennsport eingesetzt weil er einfach leichter auf ein fettes Gemisch umzustellen ist als eine Einspritzung. JEdenfalls bräuchte man für die Einspritzung techn. Zubehör.
soviel zum prinzip. nun zu deiner frage, den weber-vergasern:
weber sind deshalb so bekannt, weil sie sehr gute und zuverlässige und fein einstellbare vergaser sind. vergaserhersteller- und systeme gibt und gab es viele, von SU über Stromberg (sehr durstige und ungenaue aber äusserst robuste sog. Düsennadelvergaser) über Delco-Remy und Solex-Vergaser mit meist nur einer drosselklappe für alle, bis zu 8 im falle amerikanischer V8, zylinder. durch die zentrale anordnung des einen vergasers entstehen natürlich ungleichmässig lange ansaugwege zu den einzelnen zylindern, dadurch leistungsverluste. doppelvergaser oder registervergaser (zwei unterschiedlich grosse drosselklappen je nach gaspedalstellung) verbessern das ganze schon.
webervergaser (in dem sinn wie hier drüber geredet wird) arbeiten jedoch mit einer drosselklappe PRO zylinder, d.h. bei weber-doppelvergasern mit einem vergaser pro 2 zylinder sind die ansaugwege und der luftdurchstz für jeden zylinder gleich gross, das bringt leistung und auch geringen spritverbrauch. das ganze funktioniert wie eine einzeldrosselanlage.
weber sind allerdings kompliziert und wetterfühlig als auch nicht ganz ohne einzustellen, daher nur was für spezialisten, die sich damit auskennen. für den unbedarften schrauber ist jede noch so primitive einspritzanlage besser als miserabel eingestellte weber-vergaser.
grüsse, kris
Weber sagt eigentlich nur was übern Hersteller :-) (o.t)
Verfasst: So 25.05.03 16:55
von Aron
kein Text
Äh Junge, der Bub soll dat noch verstehen!!! *Wandelndeslexikon* (o.t)
Verfasst: So 25.05.03 18:23
von Löwe01
kein Text