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Anfahr-/Startschwierigkeiten 206 CC 2.0 (neues Modell), Steet/Asterix

Verfasst: So 08.06.03 10:33
von hilfi
Ich hab seit Anfang Probleme meinen neuen CC zu starten/anzufahren wenn er Kalt ist (also z.B. über Nacht gestanden).


Schalte immer zuerst Zündung ein (damit "System" hochgefahren wird), gurte mich an. Er säuft entweder gleich ab oder er läuft mit Ach und Krach, hat Fehlzündungen und nimmt fast kein Gas an. Nach ca. 30 Sekunden ist der Spuck vorbei. Ich hab gedacht, na der ist neu, der muss sich zuerst mal einlaufen (hab extra 98er getankt). Trotzdem mal im CC Forum geforscht und da haben einige das Problem.


Und jetzt die Lösung:


... und da hat mir der Meister die Endlösung zum Motorlaufproblem im kalten Zustand erläutert.


Peugeot hat als endgültige Lösung angegeben:


Zylinderkopf ausbauen!


Ventilsitze einschleifen!


Ventilschaftdichtungn erneuern!


Dann werden die alten Ventilteller durch etwas dixkere ersetzt! Davon verspricht sich Peugeot, daß die Ventile beim Schließen mehr Kraft haben!! ...


Also das find ich ja einen verdammt krassen Eingriff (obwohl ich nicht wirklich weiss, was die da machen). Kann das Folgen haben (Oelverluste, höhrer Verbrauch, weniger Leistung???

also meinem technischen verständniss nach ...

Verfasst: So 08.06.03 13:07
von Kris
.... erreicht man mit der von deinem peugeot-meister vorgeschlagenen massnahme der erhöhung der ventilfedervorspannung primär eher das gegenteil, mit stärkerer vorspannung wird ein motor zwar drehzahlfester aber nicht gerade kaltstartambitionierter ...


was mich etwas stutzig macht ist der passus mit dem ventile-einschleifen. das ist für mich ein eindeutiger hinweis darauf, dass die jungs angst haben, diese motorenreihe könne mangelhaft montiert worden sein, weil an sich von werk eingeschliffene ventile so um die 200 tkm halten sollten.


was allerdings sein kann, das taucht aber nicht in der beschreibung deines meisters auf, ist, dass die hydrostössel zum ventilspiel-ausgleich ne macke haben. das problem "unruhigen" kaltstarts haben übrigens generell alle hydrostössel-motoren, alleine deswegen weil bis zum erreichen des öldrücks das ventilspiel nicht stimmt. hydrostössel sind kleine hydraulikzylinder, die über den öldruck des motors das ventilspiel auf null ausgleichen, ohne öldruck, wie kurz beim kaltstart, hat der motor kurzzeitig zuviel ventilspiel, nämlich den kompletten verstellbereich dieser zylinder, weshalb folglich die ventile unterschiedlich weit aufgehen und der motor dadurch schlecht läuft.


ich könnte mir vorstellen, dass ab werk die abstimmung der hydrostössel einfach nicht sauber ist und peugeot deswegen die voreinstellung über das einschleifen der ventile (das ventil wandert durchs einschleifen näher zur nockenwelle) ändern will.


so oder so, wenn dem so wäre, haben sie dir einfach einen technisch mangelhaften motor angedreht, denn damit ein motor wegen zuviel ventilspiel fast nicht anspringt, muss schon arg was daneben sein.


zu deinen fragen:


generell hast du bei dem eingriff keine nachteile zu erwarten, er wird wieder dicht sein und auch im spritverbrauch oder so macht sich das überhaupt nicht bemerkbar, es ist letzlich ja nur ne vorgezogene teilüberholung des motors. die stärker vorgespannten ventile können wie gesagt mehr drehzahlfestigkeit (geringeres flattern der ventile bei hohen drehzahlen) bringen, evtl. wird sich durch den natürlich auch höheren mechanischen widerstand der vorspannung minimal der drehmomentverlauf ändern, um das aber auszusagen, müsste man wissen, um wieviel weiter vorgespannt wird.


viel glück.


grüsse, kris





>Ich hab seit Anfang Probleme meinen neuen CC zu starten/anzufahren wenn er Kalt ist (also z.B. über Nacht gestanden).


>Schalte immer zuerst Zündung ein (damit "System" hochgefahren wird), gurte mich an. Er säuft entweder gleich ab oder er läuft mit Ach und Krach, hat Fehlzündungen und nimmt fast kein Gas an. Nach ca. 30 Sekunden ist der Spuck vorbei. Ich hab gedacht, na der ist neu, der muss sich zuerst mal einlaufen (hab extra 98er getankt). Trotzdem mal im CC Forum geforscht und da haben einige das Problem.


>Und jetzt die Lösung:


>... und da hat mir der Meister die Endlösung zum Motorlaufproblem im kalten Zustand erläutert.


>Peugeot hat als endgültige Lösung angegeben:


>Zylinderkopf ausbauen!


>Ventilsitze einschleifen!


>Ventilschaftdichtungn erneuern!


>Dann werden die alten Ventilteller durch etwas dixkere ersetzt! Davon verspricht sich Peugeot, daß die Ventile beim Schließen mehr Kraft haben!! ...


>Also das find ich ja einen verdammt krassen Eingriff (obwohl ich nicht wirklich weiss, was die da machen). Kann das Folgen haben (Oelverluste, höhrer Verbrauch, weniger Leistung???