ein witz.. oder etwa doch nicht?...
Verfasst: Di 25.11.03 14:03
<b>Der Geier im Sturzflug - oder - wie vernichte ich das Bruttosozialprodukt...</b>
Dies ist ein kleines Horrorscenario, das so weit von der Realität gar nicht entfernt ist.
Im Jahre des Herrn 2003 beschliesst die amtierende Bundesregierung unter G. Schröder, zum Wohle aller die Tabaksteuer drastisch heraufzusetzen. Nicht um so lächerliche Beträge wie in den vergangenen Jahren, nein... diesmal muss es in die vollen gehen.
Bedingt durch die aktuell schwächelnde Wirtschaftslage ist es nicht mehr ausreichend, Cent-Beträge einzutreiben, es muss sich richtig lohnen. Ausserdem tut man so auch noch nebenbei etwas Positives für die Volksgesundheit.
Ab dem 1.1.2004 kostet also die Schachtel Zigaretten 4,50€. Die Folgen zeigen sich innerhalb kürzester Zeit... Der Umsatz der Tabakwarenindustrie bricht dramatisch ein. Rückgänge bis zu 80% müssen verdaut werden. Das hat natürlich Auswirkungen auf breite Schichten der Infrastruktur.
- Die Papierindustrie trifft es zuerst. 60% Umsatzrückgang in manchen Betrieben zwingen die Betreiber, mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer entweder auf Kurzarbeit zu setzen oder gar zu entlassen.
- Unmittelbar darauf bricht die Automatenindustrie zusammen. Da keine neuen Automaten mehr benötigt werden, schliessen die Automatenhersteller gut ein Drittel Ihrer Produktionsstrassen, die freigesetzten Arbeitskräfte vergrössern das Heer der Arbeitslosen auf nun aktuell knapp 9 Millionen.
- Als Folge davon gehen 8 von 10 Automaten-Aufstellern in Konkurs. Wiederum vergrössert sich die Arbeitslosenzahl um knapp 100.000 Menschen.
- Eine weitere Folge ist die Beschaffungskriminalität.. Diese zu bekämpfen erfordert eigentlich zusätzliches Personal an den Grenzen zum Ausland und im Inland in den Städten. Dieses Personal kann nicht eingestellt werden, weil durch die schlechte Finanzlage Kapital fehlt, wodurch die Polizeidirektionen gezwungen sind, entweder Personal anderweitig abzuziehen oder die Bekämpfung der Schmugglerbanden hintan zu stellen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch den Personalmangel bei der Exekutive wird von führenden Wirtschaftsexperten der Assekuranzen im 3stelligen Millionenbereich nur für das Jahr 2004 geschätzt. Dieser Betrag wird durch die Assekuranzen direkt auf die Versicherungsnehmer umgelegt, was zu einer 3prozentigen Steigerung der Versicherungsprämien führt.
- Durch die erwähnte Schmugglerszene entsteht weiter ein direkter Schaden an der Wirtschaft von geschätzt 8 Milliarden Euro, zusammengeführt in Betriebsaufgaben kleiner Tabakkioske und weiterer Verkaufsstellen im Einzelhandel und den daraus resultierenden steigenden Arbeitslosenzahlen.
- Die dadurch im weiteren Verlauf enststehenden Steuerausfälle aus Lohn- und Nebensteuern beziffern sich bis zu diesem Punkt auf 350 Millionen Euro.
- Durch die schwindende Kaufkraft wird der erste zarte Konjunkturaufschwung in einen tiefen Keller gezogen. Als erste Folge erhöhen die Mineralölkonzerne die Spritpreise, um den fehlenden Umsatz auszugleichen. was wiederum zu einer Mehrbelastung von umgerechnet 1,5% für die einzelnen Haushalte führt. Parallell dazu greift die nächste Stufe der Mineralölsteuer-Erhöhung, die zu einem Einbruch im Neuwagengeschäft der Automobilhersteller führt. Mussten diese zu Jahresbeginn mit einer Flut an Bestell-Stornierungen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge fertig werden - da Bestellungen der Automatenindustrie und Tabakwarenhersteller ausblieben bzw. rückgängig gemacht wurden - führt der erneute Einbruch zu einer Entlassungswelle und einem Fertigungsrückgang in den wichtigsten Werken von VW, Ford, Opel und Daimler-Chrysler. Selbst ausländische Hersteller bekommen den Absatzrückgang zu spüren, wodurch der sowieso schon schwache Stand der nicht-deutschen Hersteller weiter geschwächt wird was wiederum zu Schliessungen im Vertriebsnetz führt. Auch die deutschen Hersteller reagieren mit einer weiteren Straffung des Vertriebsnetzes und setzen weitere Arbeitskräfte frei. Die aktuelle Arbeitslosenzahl beträgt nun 10,2 Millionen.
- Die Schwarzarbeit steigt in ungeanhte Höhen, müssen die Haushalte doch in diesem Jahr einen Anstieg der Lebenshaltungskosten um 5% verkraften, bei gleichbleibenden Bezügen. Die schwindende Kaufkraft verschärft das Sterben im Handel, immmer mehr Betriebe schliessen. Zu Beginn der Sommerferien, die der Kanzler in der Abgeschiedenheit der italienischen Riviera (95% der Urlaubsreisen wurden storniert, bzw. nicht gebucht) verbringt, liegt die Arbeitslosenzahl bei 10,8 Millionen.
- In der ersten Sitzung nach der Sommerpause beschliesst die Regierung drastische Sofortmassnahmen. Als erster Schritt wird die Mineralölsteuer nochmals angehoben. Der Liter Diesel liegt nun im Schnitt bei 1,734€
- Als weitere Massnahmen werden alle Subventionen und Vergünstigungen bei Eigenheimen und Wohnungsbau gestrichen. Die bringt kurzfristig eine Minderausgabe von ca. 1,2 Milliarden Euro, die die Staatskasse weniger belasten. In der Zwischenzeit strengen einige Mitgliedsländer ein Ausschlussverfahren gegen Deutschland aus dem EURO-Verbund an, wegen nicht absehbarer Verstösse gegen den Stabilitätspakt. Gleichzeitig kündigen diese Staaten sämtliche an Deutschland gewährten Kredite. Dies bringt Finanzminister Eichel erst zur Verzweiflung und dann zum Rücktritt. Mittlerweile steigt die Arbeitslosenzahl auf 11,1 Millionen. Der Amtsnachfolger Eichels, der allseits bekannte Ex-Manager der Telekom kündigt eine härtere Gangart an und verspricht, die Situation bis Jahresende dramatisch zu verändern. Zuerst beschliessen die Regierungsparteien - zum ersten und einzigen mal in einstimmiger Übereinkunft mit der Opposition - die Diäten um 25% zu erhöhen, um den Verfall der Währung auszugleichen.
- Die Bundeswehr wird aufgestockt und mit neuestem Gerät zur Aufruhrbekämpfung ausgestattet. Dies zum Zwecke der "Vorbereitung auf Friedensmissionen im Nahen und Mittleren Osten." Kosten: 26,8 Milliarden Mark.
- Zwischenzeitlich müssen die Krankenkassen ihre Prämien erhöhen. Grund dafür sind die drastisch gestiegenen Aufwendungen zur Behandlung von Sportverletzungen. Millionen von ehemaligen Rauchern nahmen die Gelegenheit wahr, gleichzeitig mit dem Rauchstop zu beginnen Sport zu treiben. Eine vorläufige Erhöhung um 2,3% der Beiträge reisst ein weiteres Loch in die Taschen der Bevölkerung.
- Die deutsche Bahn versucht in einem verzweifelten Aufbäumen die Umsatzverluste im Gütertransport durch die ausbleibenden Transportaufträge der Tabakindustrie und Automobilhersteller einen Ausgleich durch organisierte Einkaufstouren in Drittländer mit Duty-free Bahnhöfen auszugleichen.
- Derweil gehen im Land die Konkurszahlen auf Höchststand. Alle 2,5 Minuten schliesst ein Betrieb, die erste Welle erfasst die Tankstellenketten, danach folgen Autohäuser und Reparaturbetriebe. Der Automobilbestand erreicht den Stand von 1973. Einzige Branche mit Zuwachs: Schrotthandel und Automobil-recycling.
- In der Zulieferindustrie gehen nacheinander die Lichter aus. Wer nicht geschluckt wird, schliesst. Erste Megakonzerne entstehen. Das Bundeskartellamtamt erklärt sich für handlungsunfähig. Zuviele Betriebe schliessen und werden durch die neuenstandene Zunft der Betriebsauflöser (Fachausdruck: Business-recycler) zu schnell in zu viele Kanäle verkauft.
- Die ersten Stadtverwaltungen treten geschlossen zurück. Die wirtschaftliche Lage unterbindet alle Investitionen, da die Bundesrepublik von den Ländern wöchentlich neue Abgaben fordert.
- Die aktuelle Arbeitslosenzahl, verkündet von Präsident Gerster hinter Panzerglas: 12,2Mio. Zum ersten Mal tritt die Bundeswehr mit dem neuen Riot-Equipement in Erscheinung. "Manöver" wird dies offiziell genannt, wurden im Vorfeld doch ernstzunehmende Drohungen aus der Bevölkerung geäussert, den Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit zu teeren und zu federn.
- Rot-Grün gibt in einer offiziellen Stellungnahme zur Tagesaktuellen Zahl zu, "geringe Fehleinschätzungen" gemacht zu haben und verspricht "sofortige Massnahmen zur Lagebewältigung" zu ergreifen. Die erste Massnahme besteht in einer 2prozentigen Erhöhung der MwSt.. Gleichzeitig wird der Solidaritätszuschlag um 2 Punkte erhöht.
- Die Alkoholsteuer wird um 11 Prozent angehoben,w as zu einer weiteren Schliessungswelle in der Gastronomie führt. Diese Branche hatte schon zu Anfang des Jahres herbe Einbrüche zu verzeichnen und war, bedingt durch das grosse Sterben der letzten Jahre schon arg gebeutelt, auf dem tiefsten Stand seit der Währungsreform der FünfzigerJahre. Dieser neuerliche Schlag ins Kontor reduziert die Zahl der Gastronomiebetriebe um weitere 23 Prozent und erhöht das Heer der Arbeitslosen um weitere 25000 Menschen.
- Die neueste Modeerscheinung: Nach der Ich-AG kommen nun die Privat-Konkurse ins Rollen. Durchschnittlich jeder 7. Haushalt ist davon betroffen.
- Nach dem Preiskrieg der Lebensmittelketten bleiben nur noch 3 Konzerne im Rennen. Wal-Mart als Marktführer beginnt nun, bedingt durch die Kostenexplosion, das Sortiment zu vetrteuern. Ein Brötchen kostet zu Beginn des Herbstes 2004 1,03€, 100g Schnittwurst im Schnitt 2,56€. Die anderen Konzerne ziehen nach. Das Kartellamt erklärt sich wiederum für handlungsunfähig die Preisabsprachen zu verfolgen.
- Als Konsequenz der ausbleibenden Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuern werden Fahrräder als zulassungspflichtig erklärt. Im 3-monatlichen Rhythmus müssen diese Fortbewegungsmittel zur Prüfung dem TÜV vorgsetellt werden und werden nach einer komplizierten Formel aus Raddurchmesse und Gangzahl unter Berücksichtigung der Rahmenhöhe und Anzahl der Sitzplätze besteuert. Eine Haftpflichtversicherung wird obligat und mit ihr die Kennzeichenpflicht.
- Mit Millionenaufwand werden Radarfallen und Rotlichblitzer auf die neue Eiinnahmequelle umgerüstet. Radwege werden zu gebührenpflichtigen Mautstrecken. Die Maut wird per Vignette (75€ Jahreskosten) erhoben.
- Jegliche Art von Haustier wird ab 01.09.2004 besteuert, wobei die Höhe der Steuer von Gewicht und Kategorie des Tieres abhängig ist. Bei Haltung von mehr als 3 Tieren kann eine Pauschale angesetzt werden, um die Belastung der Bürger erträglich zu halten.
- Aktuelle Zahl der Arbeitslosen: 16,5 Millionen
- Durch die enormen Steuerverluste ist Minister Sommer gezwungen, die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen zu treiben. Selbst bei Zugrundelegung der jemals erreichten Höchstzahl der Konjunktur in der BRD würde die Bundesregerung 503 Jahre benötigen, um den Schuldenberg abzutragen. Alleine die Zinsen zur Tilgung der Zinsen übersteigen die Zahl der gesamten jährlichen Steuereinnahmen aus 2003 um 104%.
- Eine weitere Folgeerscheinung: Sportvereine und Sportstadien gehen pleite. Durch die gestiegenen Preise und schwindenden Einkommen geht niemand mehr zu Sportveranstaltungen, zumal die Dose Bier nun (incl. Dosenpfand) 4.60€ kostet und eine Bockwurst mit einem Preis von 8,69€ zu spontanen Magersuchtsanfällen animiert. Folge der Stadionschliessungen sind im weiteren Verlauf Steuerausfälle der Städte und Gemeinden, die sich nun nur noch durch eine Stadtgebühr auffangen lässt. An den Einfallstrassen zu den Innenstädten werden Karten-automaten aufgestellt, die wie Parkautomaten jeden fussgänger erst in die Innenstadt lassen, nachdem eine Karte gezogen wurde. Damit dies lückenlos zu überwachen ist, werden alle Bürger der Bundesrepublik zur Abgabe der Daumenabdrücke verpflichtet, mittels denen die Karte gelöst wird.
- Die Autobahnen sind so gut wie leer, nur noch vereinzelt fahren LKW´s aus Ostblockländern mit in Deutschland gesammelten Gütern aus Konkursmassen Richtung Heimat. Der verwaiste Zusatnd der Bundesautobahnen bringt Bernie Ecclestone auf die Idee, die Autobahnen als Rennstrecke zu benutzen. Durch die Krise der Formel 1 ist der von den Konzernen verdrängte Rennsport-Zampano auf der Suche nach dem neuen Kick. Das erlösende Stichwort lautet "Cannonball". Auf öffentlichen Autobahnen von München bis Hamburg ein Non-Stop Rennen ohne Limits. Als Tribünen könen die Erdaufschüttungen beidseits der Fahrbahnen dienen. Die Leitplanken dienen als kilometerlange Werbebanden. Durch die in alle Länder der Erde übertragenen Veranstaltungen sind als Hauptsponsoren die Tabakidustrie und einige Luxusfahrzeughersteller vorgesehen. Der Plan wird in Regierungskreisen gerne gesehen, noch muss der Widerstand der grünen Fraktion überwunden werden. Aber die Aussicht auf neue Dienstfahrzeuge zur Privatnutzung wird helfen, die starre Haltung der ewig-gestrigen aufzuweichen.
- An diesem Beispiel der Privat-Initiative werden in der Regierung Überlegungen angestellt, welche im Land vorhandenen verborgenen Quellen noch anzapfbar sind. Gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt das Angebot einiger japanischer Grossindustrieller, Neuschwanstein und das Schloss in Heidelberg zu leasen, um daraus eine Erholungsstätte für Ihre Mitarbeiter des mittleren Managements zu formen.
- In die selbe Kerbe schlägt eine Anfrage aus Disneyland, das Münchner Oktoberfest und den Bodensee zu kaufen. Aus Quatar kommt eine Anfrage einen Teil der Baxerischen Gebirge zu übernehmen, um der Herrscherfamilie ein kühles Refugium zu sichern.
- Am Königssee zeigen etliche Landlords aus Schottland Interesse, da Loch Ness als Publikumsmagnet nicht mehr so gefragt ist.
- Nachdem der bayerische Landesvater Stoiber Kenntnis von diesen Angeboten erhalten hat, wird in einer Eilsitzung der Landesregierung beschlossen, sofort alle Grenzen zur BRD zu schliessen und einen eigenständigen Staat auszurufen. Zu diesem Zweck werden alle in Bayern stationierten Truppenverbände der Bundeswehr auf den neuen König Stoiber eingeschworen und mit dem neuen Anti-Riot Equipement ausgestattet zur Grenzbewachung abkommandiert. Zeitgleich gehen Leasingangebote an die Interessenten raus und bayern wird zur Freihandelszone erklärt.
- Die Arbeitslosigkeit in der Restrepublik erreicht die 20-Milllionen Grenze, weil Bayern alle nicht-deutschen Bewohner ausweist und nicht-katholische Bewohner die ohne Arbeit sind entweder in Zwangsarbeit schickt oder ebenfalls ausweist.
- Aus gut unterrichteten Kreisen wird bekannt, das G. Schröder sein Aktienpaket des VAG-Konzerns abgestossen hat und Microsoft-Aktien dafür erworben hat. Ebenfalls sickert durch, dass die Familie Schröder einen längeren Urlaub in der Kaibik plant und zu diesem Zweck alle Vermögenswerte auf die Akiman-Inseln verlagert und sämtliche immobilen Besitztümer zum Verkauf vorbereitet.
- Italien bietet Wirtschaftshilfe in Form von zeitberenzten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen an, um die verarmten Deutschen als billige Arbeitskräfte ins Land zu holen, Portugal stellt die Anfrage, das Rheinland als portugiesische Wirtschaftskolonie zu übernehmen.Spanien zeigt Interesse an der Übernahme des kompletten Saarlandes zur Gewinnung von regenerierbaren Energien und Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze.
<B>So, und wenn ihr jetzt immer noch glaubt, dass das ein eigentlich unmögliches Endzeit-Scenario ist -
die Erhöhung der Tabaksteuer ist beschlossen und greift zum 01.01.2004...</b>
Dies ist ein kleines Horrorscenario, das so weit von der Realität gar nicht entfernt ist.
Im Jahre des Herrn 2003 beschliesst die amtierende Bundesregierung unter G. Schröder, zum Wohle aller die Tabaksteuer drastisch heraufzusetzen. Nicht um so lächerliche Beträge wie in den vergangenen Jahren, nein... diesmal muss es in die vollen gehen.
Bedingt durch die aktuell schwächelnde Wirtschaftslage ist es nicht mehr ausreichend, Cent-Beträge einzutreiben, es muss sich richtig lohnen. Ausserdem tut man so auch noch nebenbei etwas Positives für die Volksgesundheit.
Ab dem 1.1.2004 kostet also die Schachtel Zigaretten 4,50€. Die Folgen zeigen sich innerhalb kürzester Zeit... Der Umsatz der Tabakwarenindustrie bricht dramatisch ein. Rückgänge bis zu 80% müssen verdaut werden. Das hat natürlich Auswirkungen auf breite Schichten der Infrastruktur.
- Die Papierindustrie trifft es zuerst. 60% Umsatzrückgang in manchen Betrieben zwingen die Betreiber, mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer entweder auf Kurzarbeit zu setzen oder gar zu entlassen.
- Unmittelbar darauf bricht die Automatenindustrie zusammen. Da keine neuen Automaten mehr benötigt werden, schliessen die Automatenhersteller gut ein Drittel Ihrer Produktionsstrassen, die freigesetzten Arbeitskräfte vergrössern das Heer der Arbeitslosen auf nun aktuell knapp 9 Millionen.
- Als Folge davon gehen 8 von 10 Automaten-Aufstellern in Konkurs. Wiederum vergrössert sich die Arbeitslosenzahl um knapp 100.000 Menschen.
- Eine weitere Folge ist die Beschaffungskriminalität.. Diese zu bekämpfen erfordert eigentlich zusätzliches Personal an den Grenzen zum Ausland und im Inland in den Städten. Dieses Personal kann nicht eingestellt werden, weil durch die schlechte Finanzlage Kapital fehlt, wodurch die Polizeidirektionen gezwungen sind, entweder Personal anderweitig abzuziehen oder die Bekämpfung der Schmugglerbanden hintan zu stellen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch den Personalmangel bei der Exekutive wird von führenden Wirtschaftsexperten der Assekuranzen im 3stelligen Millionenbereich nur für das Jahr 2004 geschätzt. Dieser Betrag wird durch die Assekuranzen direkt auf die Versicherungsnehmer umgelegt, was zu einer 3prozentigen Steigerung der Versicherungsprämien führt.
- Durch die erwähnte Schmugglerszene entsteht weiter ein direkter Schaden an der Wirtschaft von geschätzt 8 Milliarden Euro, zusammengeführt in Betriebsaufgaben kleiner Tabakkioske und weiterer Verkaufsstellen im Einzelhandel und den daraus resultierenden steigenden Arbeitslosenzahlen.
- Die dadurch im weiteren Verlauf enststehenden Steuerausfälle aus Lohn- und Nebensteuern beziffern sich bis zu diesem Punkt auf 350 Millionen Euro.
- Durch die schwindende Kaufkraft wird der erste zarte Konjunkturaufschwung in einen tiefen Keller gezogen. Als erste Folge erhöhen die Mineralölkonzerne die Spritpreise, um den fehlenden Umsatz auszugleichen. was wiederum zu einer Mehrbelastung von umgerechnet 1,5% für die einzelnen Haushalte führt. Parallell dazu greift die nächste Stufe der Mineralölsteuer-Erhöhung, die zu einem Einbruch im Neuwagengeschäft der Automobilhersteller führt. Mussten diese zu Jahresbeginn mit einer Flut an Bestell-Stornierungen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge fertig werden - da Bestellungen der Automatenindustrie und Tabakwarenhersteller ausblieben bzw. rückgängig gemacht wurden - führt der erneute Einbruch zu einer Entlassungswelle und einem Fertigungsrückgang in den wichtigsten Werken von VW, Ford, Opel und Daimler-Chrysler. Selbst ausländische Hersteller bekommen den Absatzrückgang zu spüren, wodurch der sowieso schon schwache Stand der nicht-deutschen Hersteller weiter geschwächt wird was wiederum zu Schliessungen im Vertriebsnetz führt. Auch die deutschen Hersteller reagieren mit einer weiteren Straffung des Vertriebsnetzes und setzen weitere Arbeitskräfte frei. Die aktuelle Arbeitslosenzahl beträgt nun 10,2 Millionen.
- Die Schwarzarbeit steigt in ungeanhte Höhen, müssen die Haushalte doch in diesem Jahr einen Anstieg der Lebenshaltungskosten um 5% verkraften, bei gleichbleibenden Bezügen. Die schwindende Kaufkraft verschärft das Sterben im Handel, immmer mehr Betriebe schliessen. Zu Beginn der Sommerferien, die der Kanzler in der Abgeschiedenheit der italienischen Riviera (95% der Urlaubsreisen wurden storniert, bzw. nicht gebucht) verbringt, liegt die Arbeitslosenzahl bei 10,8 Millionen.
- In der ersten Sitzung nach der Sommerpause beschliesst die Regierung drastische Sofortmassnahmen. Als erster Schritt wird die Mineralölsteuer nochmals angehoben. Der Liter Diesel liegt nun im Schnitt bei 1,734€
- Als weitere Massnahmen werden alle Subventionen und Vergünstigungen bei Eigenheimen und Wohnungsbau gestrichen. Die bringt kurzfristig eine Minderausgabe von ca. 1,2 Milliarden Euro, die die Staatskasse weniger belasten. In der Zwischenzeit strengen einige Mitgliedsländer ein Ausschlussverfahren gegen Deutschland aus dem EURO-Verbund an, wegen nicht absehbarer Verstösse gegen den Stabilitätspakt. Gleichzeitig kündigen diese Staaten sämtliche an Deutschland gewährten Kredite. Dies bringt Finanzminister Eichel erst zur Verzweiflung und dann zum Rücktritt. Mittlerweile steigt die Arbeitslosenzahl auf 11,1 Millionen. Der Amtsnachfolger Eichels, der allseits bekannte Ex-Manager der Telekom kündigt eine härtere Gangart an und verspricht, die Situation bis Jahresende dramatisch zu verändern. Zuerst beschliessen die Regierungsparteien - zum ersten und einzigen mal in einstimmiger Übereinkunft mit der Opposition - die Diäten um 25% zu erhöhen, um den Verfall der Währung auszugleichen.
- Die Bundeswehr wird aufgestockt und mit neuestem Gerät zur Aufruhrbekämpfung ausgestattet. Dies zum Zwecke der "Vorbereitung auf Friedensmissionen im Nahen und Mittleren Osten." Kosten: 26,8 Milliarden Mark.
- Zwischenzeitlich müssen die Krankenkassen ihre Prämien erhöhen. Grund dafür sind die drastisch gestiegenen Aufwendungen zur Behandlung von Sportverletzungen. Millionen von ehemaligen Rauchern nahmen die Gelegenheit wahr, gleichzeitig mit dem Rauchstop zu beginnen Sport zu treiben. Eine vorläufige Erhöhung um 2,3% der Beiträge reisst ein weiteres Loch in die Taschen der Bevölkerung.
- Die deutsche Bahn versucht in einem verzweifelten Aufbäumen die Umsatzverluste im Gütertransport durch die ausbleibenden Transportaufträge der Tabakindustrie und Automobilhersteller einen Ausgleich durch organisierte Einkaufstouren in Drittländer mit Duty-free Bahnhöfen auszugleichen.
- Derweil gehen im Land die Konkurszahlen auf Höchststand. Alle 2,5 Minuten schliesst ein Betrieb, die erste Welle erfasst die Tankstellenketten, danach folgen Autohäuser und Reparaturbetriebe. Der Automobilbestand erreicht den Stand von 1973. Einzige Branche mit Zuwachs: Schrotthandel und Automobil-recycling.
- In der Zulieferindustrie gehen nacheinander die Lichter aus. Wer nicht geschluckt wird, schliesst. Erste Megakonzerne entstehen. Das Bundeskartellamtamt erklärt sich für handlungsunfähig. Zuviele Betriebe schliessen und werden durch die neuenstandene Zunft der Betriebsauflöser (Fachausdruck: Business-recycler) zu schnell in zu viele Kanäle verkauft.
- Die ersten Stadtverwaltungen treten geschlossen zurück. Die wirtschaftliche Lage unterbindet alle Investitionen, da die Bundesrepublik von den Ländern wöchentlich neue Abgaben fordert.
- Die aktuelle Arbeitslosenzahl, verkündet von Präsident Gerster hinter Panzerglas: 12,2Mio. Zum ersten Mal tritt die Bundeswehr mit dem neuen Riot-Equipement in Erscheinung. "Manöver" wird dies offiziell genannt, wurden im Vorfeld doch ernstzunehmende Drohungen aus der Bevölkerung geäussert, den Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit zu teeren und zu federn.
- Rot-Grün gibt in einer offiziellen Stellungnahme zur Tagesaktuellen Zahl zu, "geringe Fehleinschätzungen" gemacht zu haben und verspricht "sofortige Massnahmen zur Lagebewältigung" zu ergreifen. Die erste Massnahme besteht in einer 2prozentigen Erhöhung der MwSt.. Gleichzeitig wird der Solidaritätszuschlag um 2 Punkte erhöht.
- Die Alkoholsteuer wird um 11 Prozent angehoben,w as zu einer weiteren Schliessungswelle in der Gastronomie führt. Diese Branche hatte schon zu Anfang des Jahres herbe Einbrüche zu verzeichnen und war, bedingt durch das grosse Sterben der letzten Jahre schon arg gebeutelt, auf dem tiefsten Stand seit der Währungsreform der FünfzigerJahre. Dieser neuerliche Schlag ins Kontor reduziert die Zahl der Gastronomiebetriebe um weitere 23 Prozent und erhöht das Heer der Arbeitslosen um weitere 25000 Menschen.
- Die neueste Modeerscheinung: Nach der Ich-AG kommen nun die Privat-Konkurse ins Rollen. Durchschnittlich jeder 7. Haushalt ist davon betroffen.
- Nach dem Preiskrieg der Lebensmittelketten bleiben nur noch 3 Konzerne im Rennen. Wal-Mart als Marktführer beginnt nun, bedingt durch die Kostenexplosion, das Sortiment zu vetrteuern. Ein Brötchen kostet zu Beginn des Herbstes 2004 1,03€, 100g Schnittwurst im Schnitt 2,56€. Die anderen Konzerne ziehen nach. Das Kartellamt erklärt sich wiederum für handlungsunfähig die Preisabsprachen zu verfolgen.
- Als Konsequenz der ausbleibenden Kraftfahrzeug- und Mineralölsteuern werden Fahrräder als zulassungspflichtig erklärt. Im 3-monatlichen Rhythmus müssen diese Fortbewegungsmittel zur Prüfung dem TÜV vorgsetellt werden und werden nach einer komplizierten Formel aus Raddurchmesse und Gangzahl unter Berücksichtigung der Rahmenhöhe und Anzahl der Sitzplätze besteuert. Eine Haftpflichtversicherung wird obligat und mit ihr die Kennzeichenpflicht.
- Mit Millionenaufwand werden Radarfallen und Rotlichblitzer auf die neue Eiinnahmequelle umgerüstet. Radwege werden zu gebührenpflichtigen Mautstrecken. Die Maut wird per Vignette (75€ Jahreskosten) erhoben.
- Jegliche Art von Haustier wird ab 01.09.2004 besteuert, wobei die Höhe der Steuer von Gewicht und Kategorie des Tieres abhängig ist. Bei Haltung von mehr als 3 Tieren kann eine Pauschale angesetzt werden, um die Belastung der Bürger erträglich zu halten.
- Aktuelle Zahl der Arbeitslosen: 16,5 Millionen
- Durch die enormen Steuerverluste ist Minister Sommer gezwungen, die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen zu treiben. Selbst bei Zugrundelegung der jemals erreichten Höchstzahl der Konjunktur in der BRD würde die Bundesregerung 503 Jahre benötigen, um den Schuldenberg abzutragen. Alleine die Zinsen zur Tilgung der Zinsen übersteigen die Zahl der gesamten jährlichen Steuereinnahmen aus 2003 um 104%.
- Eine weitere Folgeerscheinung: Sportvereine und Sportstadien gehen pleite. Durch die gestiegenen Preise und schwindenden Einkommen geht niemand mehr zu Sportveranstaltungen, zumal die Dose Bier nun (incl. Dosenpfand) 4.60€ kostet und eine Bockwurst mit einem Preis von 8,69€ zu spontanen Magersuchtsanfällen animiert. Folge der Stadionschliessungen sind im weiteren Verlauf Steuerausfälle der Städte und Gemeinden, die sich nun nur noch durch eine Stadtgebühr auffangen lässt. An den Einfallstrassen zu den Innenstädten werden Karten-automaten aufgestellt, die wie Parkautomaten jeden fussgänger erst in die Innenstadt lassen, nachdem eine Karte gezogen wurde. Damit dies lückenlos zu überwachen ist, werden alle Bürger der Bundesrepublik zur Abgabe der Daumenabdrücke verpflichtet, mittels denen die Karte gelöst wird.
- Die Autobahnen sind so gut wie leer, nur noch vereinzelt fahren LKW´s aus Ostblockländern mit in Deutschland gesammelten Gütern aus Konkursmassen Richtung Heimat. Der verwaiste Zusatnd der Bundesautobahnen bringt Bernie Ecclestone auf die Idee, die Autobahnen als Rennstrecke zu benutzen. Durch die Krise der Formel 1 ist der von den Konzernen verdrängte Rennsport-Zampano auf der Suche nach dem neuen Kick. Das erlösende Stichwort lautet "Cannonball". Auf öffentlichen Autobahnen von München bis Hamburg ein Non-Stop Rennen ohne Limits. Als Tribünen könen die Erdaufschüttungen beidseits der Fahrbahnen dienen. Die Leitplanken dienen als kilometerlange Werbebanden. Durch die in alle Länder der Erde übertragenen Veranstaltungen sind als Hauptsponsoren die Tabakidustrie und einige Luxusfahrzeughersteller vorgesehen. Der Plan wird in Regierungskreisen gerne gesehen, noch muss der Widerstand der grünen Fraktion überwunden werden. Aber die Aussicht auf neue Dienstfahrzeuge zur Privatnutzung wird helfen, die starre Haltung der ewig-gestrigen aufzuweichen.
- An diesem Beispiel der Privat-Initiative werden in der Regierung Überlegungen angestellt, welche im Land vorhandenen verborgenen Quellen noch anzapfbar sind. Gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt das Angebot einiger japanischer Grossindustrieller, Neuschwanstein und das Schloss in Heidelberg zu leasen, um daraus eine Erholungsstätte für Ihre Mitarbeiter des mittleren Managements zu formen.
- In die selbe Kerbe schlägt eine Anfrage aus Disneyland, das Münchner Oktoberfest und den Bodensee zu kaufen. Aus Quatar kommt eine Anfrage einen Teil der Baxerischen Gebirge zu übernehmen, um der Herrscherfamilie ein kühles Refugium zu sichern.
- Am Königssee zeigen etliche Landlords aus Schottland Interesse, da Loch Ness als Publikumsmagnet nicht mehr so gefragt ist.
- Nachdem der bayerische Landesvater Stoiber Kenntnis von diesen Angeboten erhalten hat, wird in einer Eilsitzung der Landesregierung beschlossen, sofort alle Grenzen zur BRD zu schliessen und einen eigenständigen Staat auszurufen. Zu diesem Zweck werden alle in Bayern stationierten Truppenverbände der Bundeswehr auf den neuen König Stoiber eingeschworen und mit dem neuen Anti-Riot Equipement ausgestattet zur Grenzbewachung abkommandiert. Zeitgleich gehen Leasingangebote an die Interessenten raus und bayern wird zur Freihandelszone erklärt.
- Die Arbeitslosigkeit in der Restrepublik erreicht die 20-Milllionen Grenze, weil Bayern alle nicht-deutschen Bewohner ausweist und nicht-katholische Bewohner die ohne Arbeit sind entweder in Zwangsarbeit schickt oder ebenfalls ausweist.
- Aus gut unterrichteten Kreisen wird bekannt, das G. Schröder sein Aktienpaket des VAG-Konzerns abgestossen hat und Microsoft-Aktien dafür erworben hat. Ebenfalls sickert durch, dass die Familie Schröder einen längeren Urlaub in der Kaibik plant und zu diesem Zweck alle Vermögenswerte auf die Akiman-Inseln verlagert und sämtliche immobilen Besitztümer zum Verkauf vorbereitet.
- Italien bietet Wirtschaftshilfe in Form von zeitberenzten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen an, um die verarmten Deutschen als billige Arbeitskräfte ins Land zu holen, Portugal stellt die Anfrage, das Rheinland als portugiesische Wirtschaftskolonie zu übernehmen.Spanien zeigt Interesse an der Übernahme des kompletten Saarlandes zur Gewinnung von regenerierbaren Energien und Ausbeutung der vorhandenen Bodenschätze.
<B>So, und wenn ihr jetzt immer noch glaubt, dass das ein eigentlich unmögliches Endzeit-Scenario ist -
die Erhöhung der Tabaksteuer ist beschlossen und greift zum 01.01.2004...</b>