Die Antworten auf die Frage, was Sie mit dem Namen Schwarzwald in Verbindung bringen, sind immer die selben: Fichten, Tannen, dunkler Wald.
Der Schwarzwald weist heute in der Tat in den höheren Lagen fast ausschließlich Nadelbaum- Bestand auf, der nur wenig Licht durchlässt, aber es stellt sich doch die Frage, ob nicht eher der Name diese Vorstellung implementiert, als der Name von der Realität kommt.
Schon ein Reisender des 19. Jahrhunderts bemerkte: "Der Name Schwarzwald musste es mit sich bringen, dass der Fremde mit dem Gebirgsland, welches denselben Namen trägt, einen düsteren und schauerlichen Begriff verband ..." (J. Bader, "Badenia", 1840)
Wie die Kelten das Mittelgebirge nannten ist nicht überliefert. Vielleicht aber steckt in der ersten Namensüberlieferung durch die römischen Geschichtsschreiber Plinius und Tacitus "Adnoba silva" oder "mons Adnobae" noch ein Stück des keltischen Namens. "Silva" bedeutet Wald und "mons" Berg. Aus Inschriften römischer Altarreste weiß man, dass die römische Göttin des Schwarzwaldes "Diana Adnoba" hieß. Diana ist der Name der römischen Jagdgöttin, aus der die Waldgöttin Diana Adnoba wurde. Im 4. Jahrhundert n.Chr. nannten die Römer die Region auch "Silva Marciana", was "Grenzwald" bedeutet.
Der heute gebrauchte Name wird erstmals im Jahr 868 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt, in der sich die Angabe "juxta Fluvium Melia in Saltu Svarzwald" findet, was bedeutet: "in der Nähe des Flusses Möhlin im Schwarzwaldgebirge". Später taucht der Name latinisiert auf: "silva negra".
Quelle: Eck, Helmut: "Schwarzwald". Walter-Verlag AG Olten 1991. ISBN 3-530-18501-9
<a href="mailto:
306STDT@polizisten-duzer.de">Claude</a>
<IMG src="
http://people.freenet.de/Peugeot_306STDT/brummbrumm.gif" alt="
http://people.freenet.de/Peugeot_306STDT/brummbrumm.gif">