Innenlichtdimmer *verzweifel*

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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mgo
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re: Potentialfrage

Beitrag von mgo » Di 02.12.03 08:44

Hi,


Schon klar, Spannungsabfall (Potentialsdifferenz) muß immer 12 V sein. Aber die unterschiedlichen Potentiale kannste als Laie schlechter ausmessen und, da der Kondensator ja eigentlich die Funktion des Akkus übernimmt, kann der bei einem Nichtnullpotential nur bis zum Niedrigsten Potential abfallen. Wird also von +6V auf -6V geschalten (Polung des Glleichstromkreises geändert), hast 12V, siehst aber mit einem Lampentestgerät keinen Unterschied.


Um das Problem zu verstehen, mit dem man sich bei Peugeot rumärgern muß ist aber ein anderes. Das Funktionsprinzip des Dimmers ist ja eigentlich einfach. Der Kondensator wird zwischen Plus und Masse geschaltet. Wenn Strom fließt laden die e- die Platten des Kondensators negativ und positiv auf bis das Feld die maximale e- Sättigung erreicht hat (ist die Potentialdifferenz, die am Stromkreis anliegt; das sind im Auto 12V). Wird nun der Stromfluß unterbrochen entladen sich die e- und fließen zum Verbraucher. Da die Spannung im Kond logarithmisch abfällt, dimmt das Licht runter. Durch Widerstände kann man die Zeit bis zum erlöschen beschleunigen.


Peugeot schaltet nicht Plus-Masse, sondern Masse-Plus. Soll heißen im Zustand aus der Lampe hat man auf der Lampe 12V und im eigentlichen Massekabel auch 12V ->Potentialdifferen = 0, die Lampe ist aus.


Normal wird ja beides auf Masse gelassen und im Ein-Fall wird das Zuführkabel auf 12V geschaltet


Mit der Erklärung wollt ich auch sagen: mit dem Dimmer kannste keine Einschaltverzögerung machen. Das könntest Du theoretisch mit einem variablen Widerstand. Wie Du denn aber manipulierst weiß ich nicht (evtl. mit einem Widerstand (der ja warm wird) und einem bimetall, das ganze natürlich gut isoliert.


Ciao Heiko


>>Peugeot schaltet da nicht Masse und Plus sondern schaltet unterschiedliche Potentiale (kein Nullpotential).


>Hab auch vor, mir sowas reinzubauen. Das mit den Potentialen ist doch eigentlich egal. Eins ist auf jeden Fall positiver als das andere und dementsprechend kann mans ja anklemmen. Muss man eben vorher ausmessen.


>Ne andere Frage: gibt es auch Bausteine, die es bewerkstelligen, dass das Innenlicht langsam (gedimmt) angeht und verzögert gedimmt wieder aus? Oder muss ich mir das jetzt selber bauen?


>Gruß

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skip
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re: Potentialfrage

Beitrag von skip » Di 02.12.03 09:10

Danke, jetzt weiss ich schonmal wie das bei Pug ist...so mit 12V gegen 12 V bei "aus".


In normalen Dimmerschaltungen ist immer eine Transistorschaltung verbaut, wozu weiss ich ned wirklich. Also man muss für ein gedimmtes Nachleuchten einen groß genug dimensionierten Kondensator parallel zu den beiden Potentialleitern schalten (evtl. noch nen Widerstand mit rein, damit der Kondensator sich langsamer entlädt) und dann sind da noch Dioden ganz wichtig, damit der Strom gerichtet abfließt.


Bei 12V gegen 12V sieht das nun nicht viel anders aus...oder? Bei 0V-0V wird der Kondensator vom 12V Potential geladen und dann fließt der Strom in entgegengesetzter Richtung ab und somit durch die Lampe. Bei 12V-12V ist der ja auch geladen und der Strom fließt aber bei "aus" in Richtung des permanenten 12V-Potentials. Beide Spannungen addieren sich und es gibt ein 24V zu 12V Verhältnis...also auch wieder 12V.


Was die Einschaltdimmung angeht, so würde ich einfach eine Art Spule in Reihe vor die Lampe setzen...die wirkt anders wie ein Kondensator dem Strom entgegen und lässt ihn dann passieren.


Oder liege ich hier komplett daneben?

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re: Ist doch ganz einfach ;-)

Beitrag von Baxe76 » Di 02.12.03 12:15

.. du hattest mir ja das Bild auch schon mal geschickt, dafür nach wie vor vielen Dank. Hatte es auch so probiert anzuklemmen- ohne Erfolg. Jetzt noch eine Frage: du hattest ja geschrieben grüngelb ist + und braun ist minus- du hast diesen "Baustein" dann auch nur so dazwischen geklemmt, oder? Frage deshalb aus dem Grund weil auf dem Fot auf der rechten SDeite ja noch ein rotes Kabel mit Tesa zu sehen ist- das hat aber nichts mit dem Dimmer zu tun???


MfG


Marc

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Einbaufall bei Peugeot

Beitrag von mgo » Di 02.12.03 13:12

Hi B.,


Bei mir ist es so:


An der Innenbeleuchtung 3 Kabel


rot (12V), weiß(12V), grün-gelb (0V)


Dimmer (Conrad):


rot


schwarz


=>> rot->rot


schwarz->grün/gelb


Das Grün gelbe hat eigentlich nichts mit dem Innenlicht zu tun.


Kann es dir auch noch mal rausmessen, wenn die Farben bei Dir nicht passen sollten, da brauch ich aber ein Spannungsmessgerät und dazu muß ich erst mal an den Lehrstuhl.


>Hallo zusammen,


>bin langsam am verzweifeln- wollte heute mal kurz meinen Innenlichtdimmer im 306 anklemmen. Gesagt getan- dacht ich, erstmal gemessen an welchen Kontakten Strom bei geöffneter Tür anliegt und an welchen nicht. Danach den Dimmer angeklemtt- nichts, das Licht geht ganz normal aus, nix mit Verzögerung und Dimmer. Kann mir irgendwer sagen an welche Kabel genau der Dimmer muß (laut Einbauanleitung soll der zwischen Masse und der "Steuerleitung" geschaltet werden)?


>


>Vielen Dank


>

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re: Potentialfrage

Beitrag von mgo » Di 02.12.03 13:16

Hi,


Ja mit nem Transistor sieht das einwenig anders aus. Der regelt ja eigentlich das ausgehen (Er erhöht den Isolationsgrad, aber da Du Dich ja auch ziemlich gut auskennst brauch ich Dir das ja net erklären ;-) ). Willst Du also ein langsam angehendes licht, mußt du nur nen Transistor nehmen, der langsam aufmacht.


Ciao Heiko





>Danke, jetzt weiss ich schonmal wie das bei Pug ist...so mit 12V gegen 12 V bei "aus".


>In normalen Dimmerschaltungen ist immer eine Transistorschaltung verbaut, wozu weiss ich ned wirklich. Also man muss für ein gedimmtes Nachleuchten einen groß genug dimensionierten Kondensator parallel zu den beiden Potentialleitern schalten (evtl. noch nen Widerstand mit rein, damit der Kondensator sich langsamer entlädt) und dann sind da noch Dioden ganz wichtig, damit der Strom gerichtet abfließt.


>Bei 12V gegen 12V sieht das nun nicht viel anders aus...oder? Bei 0V-0V wird der Kondensator vom 12V Potential geladen und dann fließt der Strom in entgegengesetzter Richtung ab und somit durch die Lampe. Bei 12V-12V ist der ja auch geladen und der Strom fließt aber bei "aus" in Richtung des permanenten 12V-Potentials. Beide Spannungen addieren sich und es gibt ein 24V zu 12V Verhältnis...also auch wieder 12V.


>Was die Einschaltdimmung angeht, so würde ich einfach eine Art Spule in Reihe vor die Lampe setzen...die wirkt anders wie ein Kondensator dem Strom entgegen und lässt ihn dann passieren.


>Oder liege ich hier komplett daneben?

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re: Einbaufall bei Peugeot

Beitrag von Baxe76 » Di 02.12.03 13:18

....dank dir- werde es heute Nachmittag nach Feierabend mal ausprobieren. Gebe gegen abend auf jeden Fall eine "hoffentlich Erfolgs" meldung ab!


Vielen Dank schon einmal

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Halt halt halt :-)

Beitrag von 6|_oo7 » Di 02.12.03 13:20

>.. du hattest mir ja das Bild auch schon mal geschickt, dafür nach wie vor vielen Dank. Hatte es auch so probiert anzuklemmen- ohne Erfolg. Jetzt noch eine Frage: du hattest ja geschrieben grüngelb ist + und braun ist minus- du hast diesen "Baustein" dann auch nur so dazwischen geklemmt, oder? Frage deshalb aus dem Grund weil auf dem Fot auf der rechten SDeite ja noch ein rotes Kabel mit Tesa zu sehen ist- das hat aber nichts mit dem Dimmer zu tun???


>MfG


>Marc


Grüngelb ist Minus!!!


Auf dem Bild sind 2 graue Klebebänder, links das an grüngelb und rechts das an braun oder rot(wie war die Farbe?) ;-)


An die Strippen mit dem grauen Klebeband muß das ran, links minus an grüngelb und rechts plus an rot oder braun oder was das ist.


<a href="mailto: 306STDT@polizisten-duzer.de">Claude</a>


<IMG src="http://people.freenet.de/Peugeot_306STDT/brummbrumm.gif" alt="http://people.freenet.de/Peugeot_306STDT/brummbrumm.gif">

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Ich kuck mal nach der Kabelnummer.....

Beitrag von 6|_oo7 » Di 02.12.03 13:23

da bei mir das ganze Teil eh frei liegt, weil das Plastik abgebrochen ist. So n Mist. Der Hammer ist, das gibts nur komplett mit Innereien. Und das für stolze 103 Euro.


<a href="mailto: 306STDT@polizisten-duzer.de">Claude</a>


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so gehts

Beitrag von skip » Di 02.12.03 14:27

Habe eine Schaltung im Netz gefunden, die genau das macht, was ich will. Langsames Licht an-dimmen und aus-dimmen. Zwar funktioniert die angegebene Schallung nur mit nem Schalter gegen Masse, aber mit nem zusätzlichen Transistor ändere ich das mal fürn Pug passend ab. Auch mit nem ganz einfachen Relais würde das mit dem 12V-12V Potential funzen, ist aber ein mechanisches Bauteil und wirkt dann nicht so elegant gelöst.


Das Modul wird dann einfach zwischen die vorhanden Anschlüsse und die Lampe gesetzt und zusätzlich mit Dauerplus versorgt.


Jetzt ist nur noch die Frage, ob ich ein Modul für beide Lampen oder doch besser 2 Module ins auto bauen soll...eleganter wäre hier auch wieder die Variante mit nur einem Dimmer. Ich schau mir mein Innenlicht erstmal genau an und messe den Kram selbst durch...dann werden sich einige Fragen von selbst ergeben.

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re: Halt halt halt :-)

Beitrag von Baxe76 » Di 02.12.03 14:32

..so in der Art hatte ich es mir fast gedacht. Werde es einmal so ausprobieren- mal schauen obs funzt! Die jeweiligen Kabel hattest du aber nicht durchtrennt sonder den Dimmer quasi dazwischen geklemmt, oder?

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