Peugeot 307 CC
Mit dem 307 CC bringt Peugeot ein vollwertiges Cabrio mit faltbarem Blechdach für vier Personen. Es basiert auf dem Radstand der Limousine, hat aber an Länge dazu gewonnen. Gewachsen ist allerdings nur der hintere Überhang, um Platz zu schaffen für das Dach und einen anständigen Kofferraum.
Die steilen, den Sitzkomfort beeinträchtigenden Lehnen der Fondsitze beweisen, dass in diesem Bereich um jeden Zentimeter Beinfreiheit gekämpft wurde. Dennoch sind die rückwärtigen Passagiere auf die freundliche Kooperation der Kollegen auf den besseren Plätzen angewiesen.
Das Dach öffnet vollautomatisch
Die vorderen Insassen haben es wirklich gut. Ihre Sitze zeichnen sich durch bequeme Polsterung und stramme Seitenführung aus. Im Vergleich zur Limousine sind sie im neun Zentimeter niedrigeren CC spürbar tiefer angeordnet, was für eine sportlichere Sitzposition sorgt, die Übersichtlichkeit nach vorn aber weiter verschlechtert.
Das Dach öffnet und schließt sich vollautomatisch auf Knopfdruck. Ein zusätzlicher Schalter, der alle vier elektrischen Fensterheber gleichzeitig betätigt, erhöht den Bedienungskomfort.
Eingeschränktes Open-Air-Gefühl
Um die Dimensionen des gefalteten Dachpakets in Grenzen zu halten, präsentiert der Peugeot eine sehr flach verlaufende, extrem weit nach hinten gezogene Windschutzscheibe. Die verhindert, auch ohne das gegen Aufpreis lieferbare Windschott, stürmische Luftverwirbelungen im Cockpit, schränkt aber naturgemäß auch das Open-Air-Gefühl empfindlich ein.
Offen wie geschlossen beweist der 307 CC, dass viel getan wurde für die Steifigkeit seines Aufbaus und damit auch für die passive Sicherheit. So sollen etwa die sensorgesteuerten, nach oben schnellenden Überrollbügel hinter den beiden Fond-Kopfstützen den Überlebensraum sichern.
Im Angebot: 136-PS- und 177-PS-Version
Zum Produktionsstart darf der Cabrio-Kunde zwischen zwei Vierzylinder-Benzinmotoren wählen, die zu den alten Bekannten in der Peugeot-Palette zählen. Beide sind zwei Liter groß. Die stärkere Ausführung, die den Peugeot 225 km/h schnell machen soll, besitzt dabei eindeutig sportlichen Charakter, wie schon die sehr hoch liegende Nenndrehzahl von 7000/min beweist.
Wer ein solches Drehzahlkonzept in einem Cabrio für fragwürdig hält, ist mit dem Basis-Vierzylinder jedenfalls gut bedient. Der läuft im am häufigsten genutzten mittleren Drehzahlbereich angemessen kultiviert und entwickelt genügend Durchzugskraft für eine ruhige und schaltarme Fahrweise.
Damit ergänzt er vorteilhaft die Komfortqualitäten des Cabrios, dessen sauber ansprechende Federung weder den Aufbau noch die Insassen erschüttert. Ein sympathisches Auto also - und eines mit Vorbildcharakter.
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