Hi Leute!
Hab grad folgenden Artikel aus der ams-hp gelesen:
Teamchefs fordern neues Punktesystem
Die Hersteller in der Rallye-Weltmeisterschaft klagen, dass nur die sechs Bestplatzierten Punkte erhalten.
Einer der größten Befürworter einer Regeländerung ist Hyundai-Teamchef David Whitehead: "Die ersten Zehn sollten Punkte erhalten", sagt der Engländer. Seine Hyundai-Mannschaft konnte in dieser Saison erst vier Pünktchen sammeln. Die Accent WRC beeindruckten zwar des öfteren zeitweilig, kamen aber im Ziel bestenfalls als Sechste an. Whitehead beklagt, die Rallyekommission, in der die Hersteller vertreten sind, habe bereits zwei Vorstöße gemacht, die FIA hätte aber eine Regeländerung immer abgelehnt.
Das Punktesytem wurde erst 1997 umgestellt. Zuvor bekam der Sieger 20 Zähler, der Zweite 15 und der Zehnte noch einen Punkt pro WM-Lauf. Die FIA änderte das System, um eine einheitliche Zählung mit der Formel 1 zu bekommen. In den letzten Jahren nahm aber die Zahl der Hersteller und Werksautos in der Rallye-WM stark zu. Bei einigen Läufen sind 20 Werkswagen und häufig ein weiteres Dutzend starker Privatfahrer am Start. "Wir sind eben nicht in der Formel 1", sagt Whitehead.
Punktesystem trifft besonders die Kleinen
Besonders die kleineren Werksteams wie Skoda, Hyundai und die seit knapp einem Jahr schwächelnde Mitsubishi-Mannschaft trifft das Punkte-System. Für eine großartige Leistung und Platz sieben gibt es keine zählbare Belohnung, mit der man den Vorstand beeindrucken könnte. Noch schlimmer ist die Situation für die Privatiers. Wer ein Dutzend Werksfahrer hinter sich lässt und mit zweitklassiger Technik einen Sprung in die Top Ten schafft, muss seinen Sponsoren aber anschließend erklären, dass es dafür keinerlei Gegenwert gibt.
Auch der beachtliche siebte Platz von Sébastien Loeb in Griechenland brachte null Punkte
Auf die Hilfe von Rallye-Promotor David Richards konnten die Teams bisher nicht bauen. Der vertritt die Ansicht: "Ein WM-Punkt muss immer schwer zu erringen sein, nur so hat er auch einen großen Wert und ist dementsprechend kostbar."
Auch Weltmeister Peugeot will die Änderung
Peugeot-Sportchef Corrado Provera hat zwar im Bezug auf WM-Punkte keine Sorgen - Peugeot und Marcus Grönholm führen souverän die Tabelle an - der Franzose hat aber Verständnis für das Begehren von Whitehead: "Peugeot hat in der Formel 1 lange genug erleben müssen, was es heißt, auch bei guten Leistungen keine Punkte zu bekommen." Nach sieben sieglosen Jahren hatten sich die Franzosen Ende 2000 als Motorenhersteller aus dem Grand- Prix-Sport verabschiedet.
Autor: Markus Stier
Stand: 19.06. 15:09
Vor allem die letzten 3 Sätze sind mir ins Auge gestochen; so eine Einstellung ist nicht unbedingt immer üblich in einem Business wo so viel Geld im Spiel ist!
Greets, Andi
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