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von Jarod » Fr 29.11.02 16:53
Sehr wahre Worte. Ich moechte dem eigentlich nur noch etwas hinzufuegen. Was mich immer mehr aergert in den letzten Jahren ist die zunehmende Einflussnahme seitens aeusserer Personen in die Politik. Es ist meiner Meinung nach ein trauriges Beispiel, dass die Unternehmen und Wirtschaftskonsortien sich immer nur beschweren. Nie kommt da ein Lob rueber. Die wollen immer nur mehr mehr mehr mehr Freiheiten bis hin zur Narrenfreiheit. Ich bin kein Kommunist oder sowas aber ich bin der festen Ueberzeugung, dass es absolut notwendig ist die Konzerne nochmehr zu kontrollieren. Wer viel hat muss auch ueberdimensional viel zahlen, so muss das laufen. Das ist eben niemandem recht, klar, kann ich auch verstehen, aber de facto muss ein System so laufen, da es sonst irgendwann (und wir sind auf dem besten Weg dahin) sich selbst behindert, dass die die viel haben die die wenig haben tragen. Wenn man das genau betrachtet, dann ist die Einfuehrung des fiktiven Kapitals, also kurzum der Boersen, der groesste Schwachsinn der Weltgeschichte. Dort wird mit Geld gehandelt, dass nicht real existiert. Heute ist ein Unternehmen da 50 Mrd EUR wert morgen nur noch 10 ! Wenn alle Unternehmen nur mit dem Geld "arbeiten" wuerden, dass sie auch real eingenommen haben, dann saehe unsere Wirtschaftswelt ganz anders aus und wie ich finde auch wesentlich besser, denn da entscheidet die Leistung des kleinen Mitarbeiters, der seine Arbeitskraft schliesslich dafuer aufopfert und nicht irgendwelche Kurse an einer Institution namens Boerse, wo niemand dieses Geld je zu Gesicht bekommt und trotz guter Absatzzahlen der Kurs sinken kann. Das ganze System ist doch von oben bis unten faul. Da muss sich etwas aendern.
Eine Wirtschaft kann nur dann funktionieren, wenn konsumiert wird und das setzt auch ein gewisses Grundkapital in der Bevoelkerung voraus, aber ich kenne keinen Unternehmer, der Lohnerhoehungen unterstuetzen wuerde. Alles nur Gierhaelse !
Am lustigsten finde ich ja immer wieder die Beschwerde der Rentner, wenn es darum geht, dass die Renten mal nicht steigen sollen wie gewohnt ! Ich kenne keinen Rentner, dem es schelcht geht, trotzdem weiss ich dass es auch genug arme Rentner gibt, aber diese Senkungen bzw. Nichtanhebungen der Renten um 0,x Prozent machen doch nciht wirklich etwas aus !? Gleiches gilt fuer den Spitzensteuersatz ! Wenn der bei 45% liegen wuerde, dann wuerden sie alle wieder schreien, dass das ja unverschaemt sei. Aber schmerzt es diese Gutverdiener denn wirklich ??? Wenn es diesen Menschen um 500 EUR mehr oder weniger im Monat ankommen wuerde, dann wuerden die nicht in der Spitzensteuergruppe liegen ! Wer 20 Liter auf hundert Kilometer verbraucht, darf sich auch nciht ueber 2 EUR fuer einen Liter Sprit beschweren, er kann ja ein sparsameres Fahrzeug fahren. Also Fazit:
Die Selbstverstaendlichkeit, dass man sich bereichern kann wie und wo es nur geht muss weg. Aktiengesellschaften sollten IMHO verboten werden. Die reichen Leute sollten mal schauen wo es wirklich "brennt" und nicht ob am Monatsende 500 EUR mehr oder weniger da sind, so dass es nur noch fuer einen Besuch weniger im Monat bei der Manikuere reicht.
Auslandskonten muessen auch abgeschafft werden, der Steuerstatus von Luxemburg, der Schweiz und anderen Niedrigsteuerlaendern muss weg. Gleiche Steuern fuer alle Laender, damit das Kapital im eigenen Land gebunden bleibt und nicht aus dem Wirtschaftskreis entzogen wird.
Ach ist das alles eine Utopie :-)
Ciao,
Daniel aka Jarod