Beitrag
von reset [renault safrane] » Di 18.11.03 22:50
hab zwar noch keinen turbo-umbau hinter mir, bin aber eine zeit lang turbo gefahren
du musst auf jeden fall mit der kompression runter, also dickere kopfdichtung. ich empfehle dir, auf jeden fall NEUE schrauben für kopf, etc. zu verwenden.
der kompressor hat zwar möglicherweise ein etwas besseres ansprechverhalten, is aber sonst eher blöd, weil du durch die starre verbindung wenig eingriffsmöglichkeiten zur "laufzeit" hast. ausserdem verbraucht der ziemlich viel leistung.
der turbo is wahrscheinlich besser. ansteuern würd ich das wastegate nicht elektronisch, sondern mit einer unterdruckdose (kannst dir bei älteren turbos anschaun, wie das geht). da gibts dann einen schlauch zwischen ansaugbrücke und dose, in den verbaust du ein regelventil und vor diesem ventil ein barometer mit anzeige im fahrgastraum. so kannst du den ladedruck durch öffnen des regelventils verringern und umgekehrt und hast gleichzeitig immer den ladedruck im auge. mit diesem system kannst du während der fahrt den druck einstellen und das ganze so lange testen, bis sich die motortemp etc. halbwegs eingependelt haben.
nachdem du keinen unbedingt für turbos ausgelegten motor verwendest würde ich dir die verwendung von ladeluftkühler, ölkühler und pop-off unbedingt empfehlen. das pop-off hat den zweck, den überdruck, der durch das wieder schließen der drosselklappe im ansaugtrakt entsteht, abzubauen. das is wichtig, weil der turbo durch seinen schwung das bedürfnis hat, selbst bei geschlossener drosselklappe immer noch überdruck zu produzieren, was einerseits einen kurzen luftüberschuss beim lastwechsel und - was viel schlimmer - ist zur folge hat, dass der turbo sich selbst bremst und beim wieder gasgeben erst wieder anlaufen muss.
die anpassung des ladedrucks und der kennfelder wirst wohl am prüfstand machen müssen.
ich hoffe, sinnvollen input geliefert zu haben