:-)))
tolle theorien kreisen hier durch die luft.
also:
gfk (G las F faserverstärkter K unststoff)...
wird verarbeitet im handauflegeverfahren oder maschinell gespritzt und / oder tiefgezogen.
handverarbeitung funzt folgendermassen:
normalerweise hat man eine negativform die mit trennmittel (der geübte heimwerker nimmt bohnerwachs) beschichtet wird, dass sich die sache nachher wieder lösen lässt.
da hinein kommt erst mal die sogenannte feinschicht (gel-coat), die auch schon gefärbt sein kann. nur flüssiges kunstharz... wenn das dick genug ist und hart kommt die erste schicht glasfaser. meistens eine matte. das ist eine matte aus vielen kurzen fasern, gepresst. die lässt sich nämlich besser in formen legen als gewebe. das ganze wird mit rolle und stupfpinsel mit kunstharz getränkt bis keine luftblasen mehr drin sind. das ist wichtig, weil sonst die struktur geschwächt wird und später bei erwärmung die luft sich ausdehnt. das gfk kann sich aber nicht dehnen, deshalb platzt es irgendwann. profis werden immer nach fertigstellung tempern, d.h. künstlich aufheizen, damit die blasen platzen. dann kann man noch etwas nacharbeiten und das problem ist weg. sieht doch sch*** aus, wenn an frischlackierten spoilern bei der ersten ausfahrt auf dem sonnenbestrahlten parkplatz auf einmal pickel rausplatzen:-)))
wenn die fasermatten dick genug sind, kommt i.d.r. die nächste schicht, dann gewebematten. das sind matten die gewebt sind, gibt es in verschiedenen stärken und faserbreiten. vorteil dieser matten ist die grössere stabilität gegenüber den fasermatten. darauf dann wieder fasermatte und wieder gewebe...
je nachdem wie stark die wanddicke werden soll...
nach dem aushärten werden die überstehenden ränder beschnitten und das teil ausgeformt.
das wars...
...im prinzip...:-) alle feinheiten sind natürlich nicht berücksichtigt.
den kofferraumausbau kann man z.b. so machen:
die rohform mit bauschaum und gips und pappmache oder sonst irgendwas direkt reinmodellieren. wenn das hart ist mit feingips oder spachtel überziehen und glätten.
dann mit trennmittel behandeln und die fasergeschichte starten. nachteil hierbei ist, dass die "schlechte seite" aussen ist, das bedeutet viel schleif- und spachtelarbeit danach. oder man nimmt die erste abformung als negativform und laminiert von innen neu aus, dann hat man ne schöne feine oberfläche.
aber achtung: bei den formen ist wichtig, dass keine hinterschneidungen vorhanden sind, sonst geht das teil nicht mehr aus der form... in solchen fällen muss die form mehrteilig sein.
und!: der glasfaserstampf schrumpft... was bedeutet, man müsste normalerweise die form die ca. 1-2 prozent grösser dimensionieren als später das teil sein muss. wichtig vor allem bei teilen, die really passgenau sein müssen.
so denn, ich glaub das reicht fürs erste.
noch ein wort zu den kosten: es ist längst nicht so teuer wie manche glauben, ganz billig wird es allerdings nicht. geht nicht von den preisen aus, die bei atu für ein gfk-raparaturset aufgerufen werden.
für solche arbeiten müsst ihr im grosshandel kaufen. da gibts auch die kompetente beratung, welches harz, welcher härter, welche werkzeuge und welche mattenqualität. die matten gibt es als rollen, geht nach gewicht.
und lasst euch bei der arbeit damit vorher die gefahren erklären.
(giftklasse, explosionsgefahr, uswusw...) man muss ein paar kleinigkeiten beachten, schliesslich sind es chemikalien.
viel spass beim konstruieren!
obelix
Service