hallo,
du kannst den kopf schon bearbeiten lassen, ohne die verdichtung ändern zu müssen. das steigert zwar nicht unbedingt die endleistung, aber der motor wird insgesamt gleichmässiger und kräftiger von der leistungsentfaltung:
- kanäle bearbeiten und polieren: nicht unbedingt grösser machen, nur grate und gussfehler entfernen, oberflächen glätten, kanäle auslitern und angleichen, teilweise gibts hier volumenunterschiede bis 5%.
- ebenso die brennräme: auslitern und volumen angleichen, auch hier sind 5% differenz keine seltenheit.
- ventile: sitze ordentlich bearbeiten und sitzfläche auf maximum radius aufmachen, das ermöglicht es, effizientere querschnitte zu nutzen, den auch hier ab werk verdecken die ventile einen grossen teil der sitze und nutzen nicht den bestmöglichen querschnitt, auch hier gibt es querschnittdifferenzen
- nockenwellen auf einlauf prüfen, evtl. nachschleifen oder tauschen und auf unwucht prüfen.
dasselbe gilt für den motorblock: ohne grossartige veränderungen, nur durch optimieren und arbeit im detail ist hier viel an besserer kraftentfaltung zu holen:
- pleuel auf schwerpunkt messen, gewichtsdifferenzen beseitigen, grate entfernen
- kolben auf gewichtsdiff. checken und ggf. angleichen. kolbenringe prüfen
- kurbelwelle ohne und mit (bereits einzeln gewuchteter schwungscheibe) feinwuchten
- ölpumpe auf verschleiss prüfen.
wenn du das alles in die tat umsetzt, was schon sehr aufwendig ist, wirst du selbst OHNE grossartige veränderungen feststellen, dass die drehmomentkurve sehr viel gleichmässiger und flacher wird, der motor insgesamt lebendiger und subjektiv auch stärker. und evtl. geht sogar der verbrauch spürbar zurück.
werksmotoren sind produkte mit vielen, maschinell notwendigen toleranzen, und daher NIEMALS bereits ab werk optimal verarbeitet.
grüsse, kris
Service