Beitrag
von Red Runner » Mo 21.10.02 07:46
So langsam weiß ich nichtmehr, wie ich das noch erklären soll...
Also nochmal ganz langsam:
Was Du mit dem zahnweisen Tieferlegen meinst, ist vermutlich folgendes. Du hast Dir vorm rausziehen eine Markierung am Drehstab gemacht, damit Du den Drehstab selbst nach dem rausziehen auch ja nicht verdrehst. Dann setzt Du den Drehstab wieder an, hebst aber vorher den Schwingarm um genau einen Zahn hoch. Drehstab rein und schon hast Du Deine 30mm (So wird die Tieferlegung bei div. anderen Seiten beschrieben). Dort wird auch beschrieben, dass man den Drehstab auf keinen Fall verdrehen sollte, da man ihn sonst nie wieder reinbekäme. Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch.
Du -könntest- rein theoretisch ja auch so tieferlegen: Du lässt den Drehstab im Schwingarm und ziehst diesen komplett raus, so dass der Drehstab nur hinten am Fixpunkt rausgeht. Auch dort hat der Drehstab ja eine Verzahnung. Jetzt hebst Du Schwingarm mitsamt Drehstab hoch und schiebst das ganze wieder rein, sobald der Drehstab hinten am Fixpunkt wieder einrastet. Soweit verstanden?
Nu kannst Du mit diesen beiden Techniken das Auto aber auch rein theoretisch höherlegen, ist auch klar, oder?
Und nu zum eigentlichen Thema, dem (fast) stufenlosen Tieferlegen: Am Fixpunkt hat der Drehstab 30 Zähne, am Schwingarm 32 Zähne. Wenn Du das Auto nun also am Schwingarm einen Zahn höherlegst und am Fixpunkt einen Zahn tiefer, passiert folgendes:
Höherlegung = 1/32° ^ ca 28mm
Tieferlegung = 1/30° ^ ca 30mm
Gesamt = -1/30° + 1/32° = -1/480° ^ ca 2mm
Mit dieser Technik kannst Du die Tieferlegung also um das 15-fache feiner verstellen, als bislang. Da es aber sehr mühsam wäre, sich die gewünschte Tieferlegung auszurechnen, geht man in der Praxis anders vor:
Schwingarm kompl entlasten, also Fahrzeug aufbocken, Rad runter, Stoßdämpfer lose. Abstand Nabe - Kotflügel messen. Drehstab raus. Schwingarm mittels Wagenheber um die gewünschte Tieferlegung anheben. Drehstab ansetzen. Der Drehstab wird verkanten, daher den Drehstab so lange drehen (das können mehrere kompl Umdrehungen sein) bis er sauber ansetzt (bei entsprechender Reinigung und Schmierung geht er sogar von Hand rein).
So, ich hoffe, es ist verstanden :-)
Greetz
RR
>Hallo,
>wird wirklich Zeit, dass ich mal Version 2.0 fertig mache, mit mehr Bildern und besserer Anleitung...
>Also der Trick ist in der Aussage versteckt, dass man den Drehstab kompl rausnimmt, den Schwingarm anhebt und dann den Drehstab ansetzt und solange dreht, bis er reingeht, das ganze hat folgenden Hintergedanken: Der Drehstab hat vorne und hinten eine unterschiedliche Verzahnung (beim 106 und 206 30:32, bei anderen Modellen -vermutlich- die gleiche). Wenn Du jetzt das Auto auf der 30er Seite einen Zahn tieferlegst, auf der 32er aber einen höher legst, erbigt sich eine minimale Tieferlegung von ca. 2-3mm (kann man auch nachrechnen). Somit kannst Du (fast) jede Tieferlegung einstellen.
>Greetz
>RR
>>Hallo nochmal!
>>Bezüglich Deiner Aussage: "man könne nur 30mm "einen Zahn" oder 70mm "zwei Zähne" tieferlegen, dazwischen gäbe es nix." finde ich da nichts.
>>Gibt es denn nun eine Möglichkeit zwischen 30mm & 70mm zu kommen, oder nicht? Wenn ich also z.B. 50mm tiefer haben möchte.
>>Danke der Info...
>>Patrick