Moin,understatement hat geschrieben:Hallo,
Ok, versuchen wir mal die Fakten zu ordnen:
1. wenn Du wirklich einen Ladedruckeinbruch siehst (über OBD?) und wir mal davon ausgehen, dass der Ladedrucksensor OK ist, dann wird wohl wirklich die Luftseite und nicht die Kraftstoffseite (Raildruck) ein Problem haben (das bestätigt auch der Raildruck via OBD)
2. Du siehst keine Regelung des Druckwandler-Magentventils des VTG. Allerdings siehst Du bisher nur die Sekundärseite (Unterdruck) und nicht die Primärseite (Pulsweitenmodulation vom ECU)
3. In dem von Dir genannten Drehzahlbereich (1300-2200 U/min) wird die Lambdanapassung an die eingespritzte Menge Diesel aber phasenweise nicht durch eine Ladedruckerhöhung via VTG, sondern durch ein Zufahren des Abgasrückführventils gemacht.
4. Die Ansteuerung des AGR wird auch via Pulsweitenmodulation gemacht und wenn die Mechanik des AGR (auch wenn es gereinigt und leichtgängig ist) diese Pulsweiten nicht genau so umsetzt, wie angenomen, kommt es zu einer Fehlansteuerung.
5. Die Regelschleife für 4. (AGR) benutzt den Luftmassenmeser als Eingangsgröße. Wenn das AGR zugefahren wird, muß der Luftstrom durch den LMM steigen. Da der LMM aber vor dem Turbolader (vor der Ladedruckstrecke) sitzt, aber das AGR die rückgeführte Luft hinter dem Tubolader einführt (in die Ladedruckstrecke), ist die Regelschleife sehr träge und es kommt zu Rucklern, wenn die prädiktive Ansteuerung des AGR nicht richtig (entsprechend der Pulsweitenmodulation) der AGR Mechanik entspricht.
Nach den bisherigen Erjkenntnissen würde ich sagen, dass die mechnische Aktorenkennlinie des AGR nicht mit dem Tastverhältniskennfeld der AGR Pulsweitenmodulation im ECU übereinstimmt.
OBD ist immer so ne Sache, die Abfragerate ist viel zu langsam, hier würd ich direkt mitm schnellen Multimeter an die Sensoren/Aktoren gehen.
Das mit dem AGR würde ich bei Vollast auch ausschließen, beim durchtreten des Pedals wird der AGR Stellmotor sofort zu gefahren.