Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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masterdienel
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von masterdienel » Di 08.06.10 16:59
Tach,
kann mir jemand sagen, wo ich den Luftdrucksensor am 1,6 Hdi im 307sw finde??
Gruß Master
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Aron
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Beitrag
von Aron » So 13.06.10 16:13
masterdienel hat geschrieben:Tach,
kann mir jemand sagen, wo ich den Luftdrucksensor am 1,6 Hdi im 307sw finde??
Gruß Master
Moin,
Ladedruck, Atmoshärendruck, Reifendruck oder welchen? Was gibts da für Probleme, bitte Istwerte angeben.
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masterdienel
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von masterdienel » Mo 14.06.10 00:09
Hi Aron,
ich meine natürlich den Höhendrucksensor. Wenn ich das in den ET richtig gesehen habe, ist der der gleiche wie der Ladedrucksensor. Und ich wollte den als Ursache für mein Problem (kurzzeitiger Ladedruckabfall und damit ruckeln) ausschließen, indem ich ihn mit dem Höhendrucksensor einfach austausche.
Bin im Übrigen noch nicht wirklich weiter gekommen, außer das ich nochmal den Unterdruck an der Membrandose während der Fahrt überwacht habe, also auch im Fehlerfall. Der Zeiger hat während des Fehlers nicht mal gezuckt, infolge schließe ich eigentlich die Unterdruckseite aus. Habe gestern auch noch das AGR Ventil ausgebaut und gereinigt, war zwar ziemlich verrußt das Teil, aber voll funktionstüchtig. Nach Zusammenbau keine Veränderung. Kann ich also auch ausschließen... Ich habe im Moment auch keinen Plan, wie und wo ich weitersuchen soll, bin entsprechend auch frustriert. Am Ende ist es noch das Steuerteil... Vielleicht hast Du noch ne Idee!!
Gruß Master
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understatement
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von understatement » Mo 14.06.10 11:44
Hallo Master,
...Deine Überlegung ist unlogisch, denn auch wenn der Drucksensor defekt wäre, hättest Du eine Veränderung in der Unterdruckansteuerung des VTG sehen müssen. Das ist eine Regelschleife und wenn der Sensor plötzlich falsche Werte liefern sollte, dann reagiert das ECU (Motorsteuergerät) darauf und regelt dagegen.
Wenn Du keine Regelung des Ladedrucks sehen kannst, dann hast Du kein Problem mit dem Ladedruck!
Ich würde nach diesem Ergebnis einen Injektor verdächtigen, dass er manchmal inkontinent ist und sich der Raildruck darüber abbaut. Das ist relativ gefährlich, weil es Dir auch einen Kolben killen kann!
Gruß!
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Aron
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Beitrag
von Aron » Mo 14.06.10 15:44
understatement hat geschrieben:Hallo Master,
...Deine Überlegung ist unlogisch, denn auch wenn der Drucksensor defekt wäre, hättest Du eine Veränderung in der Unterdruckansteuerung des VTG sehen müssen. Das ist eine Regelschleife und wenn der Sensor plötzlich falsche Werte liefern sollte, dann reagiert das ECU (Motorsteuergerät) darauf und regelt dagegen.
Wenn Du keine Regelung des Ladedrucks sehen kannst, dann hast Du kein Problem mit dem Ladedruck!
Ich würde nach diesem Ergebnis einen Injektor verdächtigen, dass er manchmal inkontinent ist und sich der Raildruck darüber abbaut. Das ist relativ gefährlich, weil es Dir auch einen Kolben killen kann!
Gruß!
Moin,
genau, der Regelkreis arbeitet offenbar. Es sei denn... wie genau ist Deine Anzeige? Denn Schwankungen von 50mbar im Vac dürften schon schnell 200mbar Ladedruck ausmachen, sprich mit den Manometern, welche alle 5mm eine 100mbar Einteilung haben wirdste da nix erkennen können.
Sollte die Ladedruckreglung dennoch einwandfrei funktionieren würde ich auch in Richtung Kraftstoffversorgung tippen, jedoch als Zusatz die Kraftstoffversorgung auf Luftblasen zu prüfen, da Luftblasen das Mengenstellwerk beeinflussen bzw extreme Auswirkungen auf den Raildruck haben.
Der Atmosphärendrucksensor ist übrigens direkt im Motorsteuergerät verbaut und ist wichtig für die Zusammenarbeit mit der Partikelfilterbeladungsberechnung und in zusammenarbei mit dem LMM relevant für die Zumessung des Kraftstoffs.
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masterdienel
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von masterdienel » Mo 14.06.10 22:20
Danke Euch erstmal für Eure Mühe!
Der Sensor war für mich nicht erste Priorität, sondern eher ein letzter Strohhalm! Da ich den LMM schon gewechselt habe, das MV der Membrandose getauscht, das AGR Ventil gereinigt und alle möglichen Versuche gemacht habe, war das nur ein verzweifelte Überlegung, ohne finanziellen Aufwand den Sensor auszuschließen.
Laut Diagnose während der Fahrt blieb der Raildruck im Fehlerfall konstant. Ein defekter Injektor müßte doch eigentlich auch in der Software angezeigt werden.?!
Das einzige was im Fehlerfall festzustellen war, ist eben der Ladedruckabfall. In der Unterdruckseite konnte ich allerdings (bis jetzt) keine Ungereimtheiten finden. Das Manometer hat eine Skala von 0 - -1 bar, also doch recht fein. Ich hab auch schon eine Webcam auf die Unterdruckdose platziert und bin dann bis zum auftreten des Fehlers gefahren. Im normalen Fahrbetrieb gut zu sehen wie es arbeitet, im Fehlerfall ist das Bild durch starke Vibrationen verschwommen. Ich will diese Woche noch versuchen, einen Oszi ans MV zu klemmen, um die Ansteuerung des MV sichtbar zu machen. So denke ich dann absolute Gewissheit zu bekommen. Das sich das Manometer gar nicht bewegt hat, hat mich einfach zu dem Schluß geführt, das der Fehler eben doch in der Abgasseite zu suchen ist. Da fehlt mir aber der entsprechende Ansatz, außer eben das AGR Ventil.
Aron, kann man den A-Sensor im denn einfach mal ausbauen oder ist das Steuergerät gegen jegliche Zugriff verriegelt??
Gruß Master
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Aron
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Beitrag
von Aron » Di 15.06.10 17:47
masterdienel hat geschrieben:
Laut Diagnose während der Fahrt blieb der Raildruck im Fehlerfall konstant. Ein defekter Injektor müßte doch eigentlich auch in der Software angezeigt werden.?!
Das einzige was im Fehlerfall festzustellen war, ist eben der Ladedruckabfall. In der Unterdruckseite konnte ich allerdings (bis jetzt) keine Ungereimtheiten finden. Das Manometer hat eine Skala von 0 - -1 bar, also doch recht fein. Ich hab auch schon eine Webcam auf die Unterdruckdose platziert und bin dann bis zum auftreten des Fehlers gefahren. Im normalen Fahrbetrieb gut zu sehen wie es arbeitet, im Fehlerfall ist das Bild durch starke Vibrationen verschwommen. Ich will diese Woche noch versuchen, einen Oszi ans MV zu klemmen, um die Ansteuerung des MV sichtbar zu machen.
Aron, kann man den A-Sensor im denn einfach mal ausbauen oder ist das Steuergerät gegen jegliche Zugriff verriegelt??
Moin,
die Sensoren werden selbstverständlich überwacht, jedoch müssen die Abweichungen eine längere Zeit überschreiten damit ein Fehler abgelegt wird, also es muss richtige Probleme geben, ein Ruckeln kann irgendwo unter Einregelschwinger fallen.
Oszi ist zu ungenau im punkto ablesen, genauer gehts mitm schnellen Digitalmultimeter, das nimmt den Mittelwert und so siehste schneller Schwankungen.
Das Ruckeln ist aber nicht zufällig bei genau 3000rpm?
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masterdienel
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von masterdienel » Di 15.06.10 20:35
Hallo Aron,
das ruckeln tritt nicht bei 3000 auf, sondern zwischen 1300 und 2200, bei einem Unterdruck an der Membrandose von ca - 400mbar. Ich glaube auch nicht an einen defekten Ladedrucksensor, da ja tatsächlich ein Leistungsverlust da ist, und nicht nur ein auffälliger Messwert. Der Oszi ist in seinem Verlauf speicherbar, kann das ich Nachgang auch ausdrucken. Alleine vom sehen geht das natürlich nicht.
Mir will nur noch nicht richtig in den Sinn, das der Ladedruckabfall von der Abgasseite kommt, auch wenn derzeit alles darauf hindeutet. Mir fehlt schlichtweg ne plausible Erklärung dafür!
Gruß Master
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Beitrag
von Aron » Mi 16.06.10 08:34
masterdienel hat geschrieben:
Mir will nur noch nicht richtig in den Sinn, das der Ladedruckabfall von der Abgasseite kommt, auch wenn derzeit alles darauf hindeutet. Mir fehlt schlichtweg ne plausible Erklärung dafür!
Beispiel verklemmte VTG, was bei diesen Ladern und zu starker Rußentwicklung bzw grenzwertiger Lambdabildung und Alterung der Bauteile teilweise normal ist. Ist die VTG verrußt passiert folgendes, Ladedruck wird voll angefordert, Drehzahl, Gassäule und Druck steigt Richtung Sollwert, das Steuergerät regelt langsam zurück, aber es passiert nix, der Druck steigt immer weiter und der Unterdruck fällt weiter, wie gesagt in ganz kleinen Schritten. Irgendwann ruckt dann die VTG und der Ladedruck bricht ein ohne das der Unterdruck schlagartig eingefallen ist, in dem Fall würde der Absolutdruck nach dem VTG Klemmer sofort nen Stück sinken um den Ladedruck wieder anzuheben. Sinnvoller wäre es hier den VTG Possitionsgeber abzufragen ob der beim Einsetzen des Ruckelns nen kleinen Sprung macht.
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understatement
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von understatement » Mi 16.06.10 10:12
Hallo,
Ok, versuchen wir mal die Fakten zu ordnen:
1. wenn Du wirklich einen Ladedruckeinbruch siehst (über OBD?) und wir mal davon ausgehen, dass der Ladedrucksensor OK ist, dann wird wohl wirklich die Luftseite und nicht die Kraftstoffseite (Raildruck) ein Problem haben (das bestätigt auch der Raildruck via OBD)
2. Du siehst keine Regelung des Druckwandler-Magentventils des VTG. Allerdings siehst Du bisher nur die Sekundärseite (Unterdruck) und nicht die Primärseite (Pulsweitenmodulation vom ECU)
3. Wenn das VTG verklemmt wäre, dann würdest Du eine noch stärkere Beeinflussung der Unterdruckseite sehen, denn das ECU versucht ja gegenzuregeln. Wenn wir mal annehmen, dass die Umsetzung (Pulsweitenmodulation -> Unterdruck) des Druckwandler-Magnetventils OK ist, dann heißt das, dass das ECU im Fehlerfall überhaupt nicht über die VTG eine Lambdaanpassung vornehmen möchte!
4. In dem von Dir genannten Drehzahlbereich (1300-2200 U/min) wird die Lambdanapassung an die eingespritzte Menge Diesel aber phasenweise nicht durch eine Ladedruckerhöhung via VTG, sondern durch ein Zufahren des Abgasrückführventils gemacht.
5. Die Ansteuerung des AGR wird auch via Pulsweitenmodulation gemacht und wenn die Mechanik des AGR (auch wenn es gereinigt und leichtgängig ist) diese Pulsweiten nicht genau so umsetzt, wie angenomen, kommt es zu einer Fehlansteuerung.
6. Die Regelschleife für 5. (AGR) benutzt den Luftmassenmeser als Eingangsgröße. Wenn das AGR zugefahren wird, muß der Luftstrom durch den LMM steigen. Da der LMM aber vor dem Turbolader (vor der Ladedruckstrecke) sitzt, aber das AGR die rückgeführte Luft hinter dem Tubolader einführt (in die Ladedruckstrecke), ist die Regelschleife sehr träge und es kommt zu Rucklern, wenn die prädiktive Ansteuerung des AGR nicht richtig (entsprechend der Pulsweitenmodulation) der AGR Mechanik entspricht.
Nach den bisherigen Erjkenntnissen würde ich sagen, dass die mechnische Aktorenkennlinie des AGR nicht mit dem Tastverhältniskennfeld der AGR Pulsweitenmodulation im ECU übereinstimmt.
Gruß!