kettenreaktion ...

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
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Kris
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kettenreaktion ...

Beitrag von Kris » Di 13.05.03 14:55

... manchesmal glaubt man echt nicht, was das prinzip von ursache und wirkung so anrichten kann:


das 205 CTI cabrio, das ich gekauft hab, hat ja einen motorschaden. nur einen, der im grunde durch ne kleinigkeit und die reaktion des vorbesitzers auf diese kleinigkeit verursacht wurde.


angefangen hat es wohl damit, dass sich jemand das auto mit orig. 68 tkm gekauft hat und ihm wahrscheinlich der stopfen vom ölmess-stab abgerissen ist, was bei der gerade ne woche vorher gemachten AU noch nicht gewesen sein kann. daraufhin lief das auto, was ja nachvollziehbar ist, wohl nicht mehr sauber, da die jetronic halt mit falschluft nicht klarkommt und statt für 7 euro nen ölmess-stab zu kaufen, hat derjenige dann einfach so lange an der zündung gedreht, bis er wieder lief, der stellung des verteilers auf ! anschlag ! des langlochs nach, wohl auf 45° bis 60° frühzündung.


dass das auto damit wohl nicht läuft, war klar, also hat er das gute stück gleich wieder verkauft.


der nächste käufer hat das teil abgeholt und sich schon über die hohe öltemperatur von 140° bei 120 kmh gewundert, aber nicht weiter sorgen gemacht. am nächsten tag wars schön, dach auf und abgedüst zum fussball-spiel ca. 60 km entfernt.


irgendwann hat die maschine halt aufgegeben, der kolben des dritten zylinders hat bei hohen drehzahlen gefressen, das pleuel ist sauber abgeschert, hat dann erstmal zwei löcher in den block gerissen, eins rückseitig und ein zweites vorderseitig, genau an der stelle, wo der anlasser verschraubt war und das wohl derart heftig, dass daraufhin der anlasser samt zugehörigem teil vom getriebe abgerissen ist, sodass man jetzt locker auf die kupplung schauen kann.


durch die zwei löcher im block ist natürlich erstmal sämtliches wasser und öl auf die autobahn, ein etwa nen kilometer dahinterfahrender motorradfahrer hat zwar die rauchwolke gesehen, was allerdings zu spät war. auf der ölspur hat sich seine maschine gelegt, ist ihm mehrfach auf die beine geknallt und der gute liegt seitdem, drei wochen mittlerweile, im krankenhaus mit mehrfachen und komplizierten beinbrüchen, u.a. abgerissene schleimbeutel im knie und wird wohl nie wieder richtig laufen können.


ursache: ölmess-stab für 7 euro, wirkung: fatal.


wollt ich nur mal loswerden, ist schon krass und erschreckend.





grüsse, kris

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boah! und woher kennst du die geschichte?! (o.t)

Beitrag von Rajab306 » Di 13.05.03 15:02

kein Text

Nemesis
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re: kettenreaktion ... uiuiui...

Beitrag von Nemesis » Di 13.05.03 15:10

Was es nicht für sachen gibt. Manchmal sind halt auch die kleinen Sachen Gold wert!


Nemesis

Azing

Hoffentlich liest der Motorradfahrer...

Beitrag von Azing » Di 13.05.03 15:23

das hier nicht. Ich an seiner Stelle wüßte nicht was ich dann machen würde. Derjenige, der an der Zündung herumgedreht hat, hat bestimmt nicht in böser Absicht gehandelt, das bringt dem armen Motorradfahrer bloß nichts mehr.


Was mich nur wundert ist, dass die Kiste mit soviel Frühzündung überhaupt noch bzw. nicht rückwärts lief.


Azing.


>... manchesmal glaubt man echt nicht, was das prinzip von ursache und wirkung so anrichten kann:


>das 205 CTI cabrio, das ich gekauft hab, hat ja einen motorschaden. nur einen, der im grunde durch ne kleinigkeit und die reaktion des vorbesitzers auf diese kleinigkeit verursacht wurde.


>angefangen hat es wohl damit, dass sich jemand das auto mit orig. 68 tkm gekauft hat und ihm wahrscheinlich der stopfen vom ölmess-stab abgerissen ist, was bei der gerade ne woche vorher gemachten AU noch nicht gewesen sein kann. daraufhin lief das auto, was ja nachvollziehbar ist, wohl nicht mehr sauber, da die jetronic halt mit falschluft nicht klarkommt und statt für 7 euro nen ölmess-stab zu kaufen, hat derjenige dann einfach so lange an der zündung gedreht, bis er wieder lief, der stellung des verteilers auf ! anschlag ! des langlochs nach, wohl auf 45° bis 60° frühzündung.


>dass das auto damit wohl nicht läuft, war klar, also hat er das gute stück gleich wieder verkauft.


>der nächste käufer hat das teil abgeholt und sich schon über die hohe öltemperatur von 140° bei 120 kmh gewundert, aber nicht weiter sorgen gemacht. am nächsten tag wars schön, dach auf und abgedüst zum fussball-spiel ca. 60 km entfernt.


>irgendwann hat die maschine halt aufgegeben, der kolben des dritten zylinders hat bei hohen drehzahlen gefressen, das pleuel ist sauber abgeschert, hat dann erstmal zwei löcher in den block gerissen, eins rückseitig und ein zweites vorderseitig, genau an der stelle, wo der anlasser verschraubt war und das wohl derart heftig, dass daraufhin der anlasser samt zugehörigem teil vom getriebe abgerissen ist, sodass man jetzt locker auf die kupplung schauen kann.


>durch die zwei löcher im block ist natürlich erstmal sämtliches wasser und öl auf die autobahn, ein etwa nen kilometer dahinterfahrender motorradfahrer hat zwar die rauchwolke gesehen, was allerdings zu spät war. auf der ölspur hat sich seine maschine gelegt, ist ihm mehrfach auf die beine geknallt und der gute liegt seitdem, drei wochen mittlerweile, im krankenhaus mit mehrfachen und komplizierten beinbrüchen, u.a. abgerissene schleimbeutel im knie und wird wohl nie wieder richtig laufen können.


>ursache: ölmess-stab für 7 euro, wirkung: fatal.


>wollt ich nur mal loswerden, ist schon krass und erschreckend.


>


>grüsse, kris

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na ja ...

Beitrag von Kris » Di 13.05.03 15:25

... der erstbesitzer hat das auto mit 68 tkm verkauft, vorher mit rechnung und berichten bei ATU noch Tü und Au und Reifen und Bremsen machen lassen, wenn da irgendwas nicht gestimmt hätte, wärs sicher aufgefallen.


der zweite eingetragene besitzer hatte das auto nurn paar tage, da fragt man sich, warum verkauft er sowas gleich wieder?


der von dem ich es gekauft hab, hat mir halt erzählt, dass die öltemperatur arg hoch war und dass dann die maschine geplatzt ist und er jetzt wegen körperverletzung etc. eine dran kriegt.


den abgerissenen ölmess-stab hab ich von anfang an gesehen, dachte eigentlich erst, nur das wäre die ursache für den motorplatzer gewesen, wegen falschluft halt.


gestern beim motorausbau kam dann die denkwürdige stellung des zündverteiler dazu, warum sollte jemand den so einstellen? er war festgeschraubt, also nicht losegerüttelt oder so. da kam uns die einsicht, dass das wohl der versuch war, dem auto wieder nen leerlauf zu verpassen, den es halt in der original-einstellung mit falschluft nicht mehr haben konnte.


den rest kann man sich einfach denken. der erstbesitzer hat das ding mit neu TÜ und Au verkauft, auf dem AU-protokoll ist der zündzeitpunkt noch i.O., der zweitbesitzer kauft das ding, kontrolliert öl, ihm bricht der stopfen ab und das ding läuft trotz einstellversuchen plötzlich nicht mehr sauber. also hat er die nase voll und verkauft das auto weiter, dem dritten platzt der motor.


grüsse, kris

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mich wundert das auch ...

Beitrag von Kris » Di 13.05.03 15:26

... dass der überhaupt noch lief, auf anschlag frühzündung?!?!


wahnsinn jedenfalls. grüsse, kris

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re: kettenreaktion ...

Beitrag von Timon » Di 13.05.03 15:32

>angefangen hat es wohl damit, dass sich jemand das auto mit orig. 68 tkm gekauft hat und ihm wahrscheinlich der stopfen vom ölmess-stab abgerissen ist, was bei der gerade ne woche vorher gemachten AU noch nicht gewesen sein kann. daraufhin lief das auto


Wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann ist ein undichter Ölmessstab austauschbedürftig?


Gruss


Frank

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yo ...

Beitrag von Kris » Di 13.05.03 15:35

... die motronic-motoren stecken das zwar ruckfrei weg, weil die das wohl erkennen und ausgleichen kann, allerdings wer mal bei nem laufenden jetronic-motor den mess-stab zieht, der merkt, wo der hammer hängt, der motor geht schlagartig fast aus und schüttelt und rüttelt sich, weil er ungemessene luft ansaugt, d.h. viel zu mager läuft, als es der luftmengenmesser eigentlich will.


grüsse, kris

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re: yo ...

Beitrag von Timon » Di 13.05.03 15:37

>... die motronic-motoren stecken das zwar ruckfrei weg, weil die das wohl erkennen und ausgleichen kann, allerdings wer mal bei nem laufenden jetronic-motor den mess-stab zieht, der merkt, wo der hammer hängt, der motor geht schlagartig fast aus und schüttelt und rüttelt sich, weil er ungemessene luft ansaugt, d.h. viel zu mager läuft, als es der luftmengenmesser eigentlich will.


Mh, dann habe ich wohl keinen jetronic-motor...aber tauschen werde ich das Teil dann trotzdem mal.


Gruss


Frank

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beliebter gebrauchtwagenkäufertrick...

Beitrag von obelix » Di 13.05.03 15:41

bei der sichtkontrolle wird unbemerkt der ölstab etwas rausgezogen.


bei der anschliessenden probefahrt bliebt der wagen dann u.u. sogar liegen.


der mitgebrachte "bekannte" ist kfz-ler und erklärt dann gleich wortreich, dass das auto wohl schrott


ist und der preis natürlich so nicht bezahlt werden kann.


die verängstigten besitzer lassen sich dann meistens zu einem panikverkauf hinreissen, weil sie die


als horrend beschriebenen reparaturkosten nicht mehr riskieren wollen.


gruss


obelix


*dermitdemtrickschonkfzmechanikertierischaufsglatteisgeführthat*

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