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von Pat_306XSHDI » Di 01.06.04 21:12
Peugeot lässt sich bis ins 15.Jahrhundert zurückverfolgen und bezeichnete ursprünglich ein Handwerk, das sich mit der Verarbeitung des aus Holzteer gewonnenen Pechs befasst, wie es zum Abdichten von Fässern und Schiffen verwendet wurde.
Danach hat die Familie Ölmühle, Gerberei und Färberei gegründet, später noch eine Spinnerei.
1810 dann wurde auf dem Gelände der Ölmühle eine Eisengießerei gebaut, die ab 1819 Walzeisen erzeugte, später auch Sägeblätter und Uhrfedern.
Dann gings weiter mit Korsettstäben (erst aus Holz, später aus Stahlbändern).
Es folgte eine weitere Fabrik für Werkzeuge und Eisenwaren. Ab 1857 wurden außedem 100.000e Krinolinen angefertigt. Jaja voll die heißen Modeschöpfer.
Schließlich ging es weiter mit Eßbesteck, Federn, Sägen, Kaffeemühlen,...
Peugeot hatte damals schon soziale Kassen (Hilfskasse, Arbeiter-Spital, 10h-Arbeitstag, Jahrespension f. WA und Wohnungen)
1885 begann Armand dann mit der Produktion von Fahrrädern . 1888 hat er bereits 19.000 St. Jahresproduktion.
Der erste Peugeot-Kraftwagen (1888/89) war ein Dreirad und hieß Typ1, hatte einen 2-Zyl.-Motor mit 2PS und 2-Gang-Getriebe und lief ganze 25km/h.
Einen interessanten Wagen gabs noch im Jahre 1933, eine Sonderanfertigung des 201, der statt Hinterachse Kettenräder hatte.
Im 2. Weltkrieg gabs übrigens einen 202 mit Holzvergaseranlage, da man keinen Kraftstoff mehr bekam. Diese Wagen waren am Aufbau am Heck zu erkennen.
Gruß,
Patrick
"No more Knights and Castles,
it all happens in the Protagonist´s Mind"
Arjen Lucassen