306-Bremsen fangen selbsständig an zu greifen! hilfe

Die wohl interessanteste Kategorie. Ihr habt Probleme mit Eurem Peugeot? Die Werkstatt weiss mal wieder nicht weiter? Das Handbuch gibt auch nichts mehr her? Na dann, stellt Eure Frage hier rein.
DaPinky

306-Bremsen fangen selbsständig an zu greifen! hilfe

Beitrag von DaPinky » Mo 24.03.03 17:11

Hi!


da ich bereits ein Problem hier in diesem Forum gefunden habe, vielleicht weiss einer eine Lösung für das folgende:


Ich hab einen 306 bj. 96 und bin ganz happy mit dem Teil. Nun hab ich ein eigenartiges Problem, das ich bis jetzt bei keinem anderen Auto hatte:


Wenn ich zB. an der Ampel das ausrollen lasse, spühre ich einen leichten Bremswiderstand - obwohl ich meinen Fuss nicht auf der Bremse habe. Wenn ich dann stehenbleibe, kann ich meist getrost von der bremse runtergehen, da meine bremsen leicht greifen und das auto eh steht.


Nun, besonders wenn es sehr kalt ist (minusgrade) ist es mir nun passiert, dass die bremsen nach etwa 20 minuten fahrt angefangen habe RICHTIG zu greifen, dh, auch bei einer kleinen Neigung aus der tunnerausfahrt, auf der ander autofahrer auf den bremsen stehen, stand ich auch ohne bremsen.. :-/


besonders extrem war es auf der autobahn, als ich plötzlich merkte, dass mein der motor probleme hate, die geschwindigkeit zu halten (ok, es ist ein 1.4l benziner, aber dennoch). Ich bin noch ca. 100m weiter zur nächsten Ausfahrt raus. Meine Bremsen haben gestunken und waren ganz schwammig (heissgelaufen!?). nach ca. einer minute war alles wieder beim alten.


Um es nochmal klarzustellen: ich stand weder auf der bremse, noch war die handbremse angezogen. und ich hatte Mitfahrer als zeugen.


Ich war wegen diesem problem bereits 2x in der peugeot werkstadt, die wollten es mir einfach nicht glauben, da die bei testfahrten nichts gemerkt hatten.


Ach ja, die bremsen greifen offenbar vorne.


Zwei Sachen sind intressant:


1. Das problem tritt bei kalten Temperaturen auf vor allem ab -10 grad recht zuverlässig)


2. Wenn die Bremsen greifen, habe ich von anfang an einen stärkeren gegendruck in dem bremspedal.


so, hat irgendjemand auf dieser welt eine ahnung, wo der fehler sein könnte?


falls jemand eine idee hat oder noch eine frage, gerne!

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frenchpugpower
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re: 306-Bremsen fangen selbsständig an zu greifen! hilfe

Beitrag von frenchpugpower » Mo 24.03.03 18:11

Die Bremse in meinem 306 hat sich nach dem Bremsen nicht mehr richtig gelöst und in Folge dessen waren neue Klötze schon nach einem Jahr rundergefahren. Eine mögliche Ursache für das Problem sind ausgeschlagene Führungen des Bremssattels. Durch das Spiel kann es dann zum Verkeilen der Bremse kommen. Das die Bremse während der Fahrt von selbst so zupackt, dass man es durch fallende Leistung spürt, war bei mir jedoch nicht der Fall. Die Bremse hat sich auch nicht so stark erhitzt wie bei dir, jedoch war die entsprechende Alufelge im Vergleich mit der anderen Seite immer besonders warm (hatte das Problem nur rechts vorne). In der Werkstatt haben wir dann versucht die Bremsscheiben im Leerlauf von Hand durchzudrehen - ging sehr schwer, daraufhin von Hand am Bremssattel "gewackelt" und die Verkeilung löste sich, Scheibe ließ sich wieder leicht durchdrehen. Ein weiterer Grund für eine feste Bremse könnte jedoch auch Verschmutzung sein - Bremse auseinandernehmen und Führungen etc. reinigen könnte in diesem Fall auch Abhilfe schaffen.


Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen,


gruss frenchpugpower

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volle zustimmung... (o.t)

Beitrag von obelix » Mo 24.03.03 20:30

kein Text

DaPinky

re-re: 306-Bremsen fangen selbsständig an zu greifen! hilfe

Beitrag von DaPinky » Mo 24.03.03 21:01

danke für den tipp. darauf haben die werkstädter auch am anfang getippt. soweit ich weiss, sind die Bremssattel, klötze und scheiben inzwischen neu. Hat nichts gebracht. das witzige ist, wenn ich einmal kräftig in die bremsen trete, gehts meistens besser.


Mein Problem ist also nicht, dass sich die bremsen nicht mehr lösen, sondern dass sie mit der zeit anfangen zu greifen (auch bei fahrt ganz ohne je zu bremsen, zB. wenn ich losfahre und gleich auf die autobahn raus).


Ich bin bereits auf die Idee gekommen, dass durch den Motor die Bremsflüssigkeit erhitzt wird und dadurch der Druck im Bremskreislauf ansteigt. Gibt es da eienn Ausgleichsbehälter oder ein Überdruckventil? Vielleicht spinnt bei mir die Berms-Servo? Ist sowas möglich?


Ich hoffe nur, dass irgendjemand eine Idee hat, der das Auto besser kennt als die Werkstättler...

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aufgequollene Bremsschläuche

Beitrag von Red Runner » Mo 24.03.03 22:00

Moin!


Bremsschläuche können innen aufquellen, obwohl sie äußerlich noch gut aussehen. Dadurch kann der Bremsdruck nichtmehr zurück.


Deine Scheiben und damit auch die Bremsflüssigkeit erhitzen sich und die Bremsflüssigkeit dehnt sich aus -> Bremsen gehen fest.


Nur eine von mehreren Möglichkeiten.


Greetz


RR


>danke für den tipp. darauf haben die werkstädter auch am anfang getippt. soweit ich weiss, sind die Bremssattel, klötze und scheiben inzwischen neu. Hat nichts gebracht. das witzige ist, wenn ich einmal kräftig in die bremsen trete, gehts meistens besser.


>Mein Problem ist also nicht, dass sich die bremsen nicht mehr lösen, sondern dass sie mit der zeit anfangen zu greifen (auch bei fahrt ganz ohne je zu bremsen, zB. wenn ich losfahre und gleich auf die autobahn raus).


>Ich bin bereits auf die Idee gekommen, dass durch den Motor die Bremsflüssigkeit erhitzt wird und dadurch der Druck im Bremskreislauf ansteigt. Gibt es da eienn Ausgleichsbehälter oder ein Überdruckventil? Vielleicht spinnt bei mir die Berms-Servo? Ist sowas möglich?


>Ich hoffe nur, dass irgendjemand eine Idee hat, der das Auto besser kennt als die Werkstättler...

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jo... gut möglich, aaaber...

Beitrag von obelix » Mo 24.03.03 22:36

auf das problem haben wir bei diesela auch abgezielt. nach dem ausbau der schläuche haben wir die mal genauc angeschaut - nix mit aufgequollen...


und diesela ist baujahr 86!? bei einem auto das 10 jahre jünger ist denke ich,


dass das nicht die ursache ist. hätte da sonst daas auch dazugeschrieben.


das problem scheint bei den pug-sätteln doch häufiger aufzutreten. bei diesela


habe ich die suche eingestelllt, im moment ist das phänomen weitgehend weg.


aber an meinem gti hab ich das ähnlich, an ampeln die bergauf stehen muss ich keine handbremse anziehen.


vielleicht ist das ja eine frühe art der hill-descent-control, nur umgekehrt?


obelix

DaPinky

re: jo... gut möglich, aaaber...

Beitrag von DaPinky » Di 25.03.03 00:41

hehe! schön wärs! leider kann ich nicht so ganz herzhaft drüber lachen. vielleicht bin ich nicht der einzige betroffene davon. man müsse sich vorstellen, jemand, der absolut keine ahnung von autos hat und auf der autobahn einfach weiterfährt..


bremsen laufen heiss, bei der nächsten ausfahrt machts erstmal kabumm..


oder die felgen werden so heiss, dass ein reifen platzt. (solls auch mal gegeben haben)


ich werde dies problem mal an die peugeot zentrale schicken. vielleicht haben die ja ahnung.


PS:


die bremsschläuche sind auch neu! mir hat der technicker gesagt, dass das problem mit den schläuchen bekannt ist, jedoch bei viel älteren modellen.

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platzer...

Beitrag von obelix » Di 25.03.03 07:30

ist eher unwahrscheinlich...


ich kämpfe mit der bremse nun shon länger.


an der original-dieselbremse ist schon einiges gewesen. z.b. hat mir der linke vordere sattel konkret


blockiert. ich musste dann 11 km mit geschlossener bremse fahren. alternative wäre eine risiko-aktion


in der autobahnbaustelle oder danach ohne standstreifen gewesen. da hat es dann rot aus dem radhaus


geglüht und die rauchentwicklung hatte was von einem nebelwerfer. die felge wurde so heiss, dass


man nicht mal in 10cm entfernung die hand hinhalten konnte. aber geplatzt ist da nix.


ich habe dann den sattel und beide scheiben und beläge erneuert.


kurz danach ist mir dann eine bremsscheibe gerissen (!!!). einmal quer durch bitte. und das war ein


neuteil von ate, also kein billigschrott.


danach hatte ich die faxen dann dicke und habe auf gti-bremse umgerüstet. und prompt habe ich


wieder probleme mit der bremsanlage. sättel hängen fest, bremsleistung miserabel etc...


an dem wochenende an dem ich letztes jahr in urlaub gefahren bin, haben wir bei miraculix die


bremsanlage so ungefähr 15mal auseinandergenommen und alles mögliche erneuert.


die probleme haben wir nicht wegbekommen. danach hat es sich etwas eingependelt und momentan


ist so gut wie nix zu bemerken.


trotzdem keine befriediegender zustand:-(


und wenn mir jemand sagt was das problem ist ernenne ich den umgehend zum bremsengott erster


klasse.


in diesem sinne...


good luck!


obelix

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re: platzer...

Beitrag von Red Runner » Di 25.03.03 07:50

Moin!


Das mit den Bremsschläuchen ist schon richtig, dass das scheinbar nur bei deutlich älteren Fahrzeugen ein Problem wird. Ich wollte nur trotzdem die Möglichkeit genannt haben.


Wenn Du, Obelix, aber jetzt schon fast alles an der Bremse gewechselt hast, bleibt ja eigentlich nur noch Pedal oder Bremskraftverstärker übrig. Ich hab keine Ahnung, wie genau letzteres funktioniert (und im Mom keine Zeit zum Nachlesen), aber irgendwie wird ja Energie reingesteckt (Unterdruck vom Ansaugkrümmer) und über ein Ventil o.ä. freigesetzt (Pedaldruck). Vielleicht hängt ja tatsächlich das Ventil, oder was auch immer genau da drin verbaut ist, fest und löst diese Störungen aus...


Wie gesagt, ich hab mich mit der Funktionsweise des Bremskraftverstärkers nicht befasst, ist also alles nur ein könnte / wäre / wenn.


Greetz


RR


PS: Ich hätte auch nie gedacht, dass ein rein mechanisches Ventil der Ölpumpe festgehen kann *grml*


>ist eher unwahrscheinlich...


>ich kämpfe mit der bremse nun shon länger.


>an der original-dieselbremse ist schon einiges gewesen. z.b. hat mir der linke vordere sattel konkret


>blockiert. ich musste dann 11 km mit geschlossener bremse fahren. alternative wäre eine risiko-aktion


>in der autobahnbaustelle oder danach ohne standstreifen gewesen. da hat es dann rot aus dem radhaus


>geglüht und die rauchentwicklung hatte was von einem nebelwerfer. die felge wurde so heiss, dass


>man nicht mal in 10cm entfernung die hand hinhalten konnte. aber geplatzt ist da nix.


>ich habe dann den sattel und beide scheiben und beläge erneuert.


>kurz danach ist mir dann eine bremsscheibe gerissen (!!!). einmal quer durch bitte. und das war ein


>neuteil von ate, also kein billigschrott.


>danach hatte ich die faxen dann dicke und habe auf gti-bremse umgerüstet. und prompt habe ich


>wieder probleme mit der bremsanlage. sättel hängen fest, bremsleistung miserabel etc...


>an dem wochenende an dem ich letztes jahr in urlaub gefahren bin, haben wir bei miraculix die


>bremsanlage so ungefähr 15mal auseinandergenommen und alles mögliche erneuert.


>die probleme haben wir nicht wegbekommen. danach hat es sich etwas eingependelt und momentan


>ist so gut wie nix zu bemerken.


>trotzdem keine befriediegender zustand:-(


>und wenn mir jemand sagt was das problem ist ernenne ich den umgehend zum bremsengott erster


>klasse.


>in diesem sinne...


>good luck!


>obelix

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Pat_306XSHDI
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BKV

Beitrag von Pat_306XSHDI » Di 25.03.03 08:33

Moin!


Das mit dem BKV halte ich auch für die Ursache. Gerade weil bei -10° das ganze so deutlich wird. Denn die Temp. steigt im Motorraum und dadurch auch die der Bremsflsgkt. Dadurch dehnt diese sich aus (ist wahrscheinlich nicht viel, da der Ausdehnungskoeffizient der Bremsflsgkt. nicht hoch sein dürfte) und irgendwo muss es im BKV ein Teil geben, das diese Ausdehnung ausgleicht. Funktioniert dieses Teil nicht mehr korrekt, so führt die Ausdehnung zur Bremsung.


Hab leider auch keinen Plan, wie so ein BKV genau aufgebaut ist aber das scheint mir eine logische Erklärung zu sein.

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