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von Kris » Mi 19.11.03 01:31
... ein 750 iL E32. wir haben den 7ener ausgeräumt, das dch runtergeschnitten, vorderwagen und heck auf hilfsrahmen geschweisst, hinter der b-säule 50 cm rausgeschnitten, wieder zusammengeschweisst, das automatikgetriebe gegen ein 5.gang getauscht und dann ...
... dann entwürfe gemacht, das volumen/die technische basis des fahrzeuges kannten wir ja jetzt in und auswendig, jeder student musste entwürfe als auch ein 1:10-modell abliefern, dann wurde ausgewählt und zur disposition standen zum schluss zwei 1:4-modelle.
der weg vom modell zum richtigen auto war weit. ich hab alleine eine woche mit runden armierungseisen erstmal so eine art gittermodell der endgültigen form um den rest des 7eners zusamengepunktet, dann wurden die zwischenflächen mit teils vorgefertigten und flexiblen und auf wunsch zugeschnittenen GFK-platten oder an komplizierten stellen mit drahtgewebe zur endgültigen obberfläche ausgefüllt. dann das ganze auto mit creppband abgetapt und eine 3-schicht a 600 g/m^2-matten grundkarosse auflaminiert. diese "haut" wurde dann wieder runtergenommen und stück für stück dreidimensional mit dem auto verbunden, jede ecke handarbeit und einzelanfertigung, türausschnitte, radhäuser, motorhaube, schweller etc.
dann alleine 5 wochen für endgültige oberflächen bearbeitung und symmetrie, die vorderen radläufe z.b. hab ich alleine gemacht, dss der rechte wie der linke und umgekehrt wurde war schon ein job.
den innenraum hab ich komplett von 1. dezember bis zum 1. februar gemacht, erstmal grundformen mit PU-schaum aufmodelliert, überlaminiert, angepasst, verbessert ...
nach 2 wochen hatte ich vom PU-staub nasenbluten *g*
der endspurt war vorm lackieren, wir haben 4 tage lang von morgens 7:30 bis nachts um 2 geschliffen, gespachtelt, geschliffen, grundiert, geschliffen, nassgeschliffen, geprimert ... manche arbeitsgänge mehrfach. ich war danach nur noch todmüde und musste schlafen.
die letzte woche vorm genfer salon 2000 hab ich mit den mechanikern teilweise sogar nachts durchgearbeitet, endmontage, detailarbeit, ausbesserungen, letzte handgriffe.
die schilder mit dem minotaur-schriftzug hab noch gemacht, als wir das auto schon auf dem transporter stehen hatten.
ach das war mit das coolste, da ich als einziger deutscher 7,5-tonner fahren durfte, die franzosen dürfen nur 3,5 ... hab ich das ding sogar eigenhändig auf den salon gefahren, die 80 km von grandson nach genf auf der autobahn waren der hit, die leute sind fast ineinandergefahren vor lauter schauen.
war ne tolle sache, in dem stil hätt ich gern weitergemacht.
gruss, kris